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Stetiger Anstieg Wilderer kehren zurück

Im südlichen Afrika machen Wilderer in immer größerem Stil Jagd auf Elefanten und Nashörner. Vor allem in Simbabwe und Südafrika, aber auch Sambia steigt die Zahl der wegen ihres Elfenbeins oder Horns erlegten Tiere nach südafrikanischen Medienberichten vom Sonntag. "Über die Jahre gab es einen allmählichen, aber stetigen Anstieg", zitiert die Zeitung "Sunday Independent" den Sprecher des Krüger-Nationalparks, Raymond Travors. Allein in diesem südafrikanischen Tierparadies fielen in den vergangenen sechs Jahren mindestens 70 Nashörner Wilderern zum Opfer. In diesem Jahre waren es bis Mitte Februar bereits vier.

Mindestens 14 weitere wurden in der Provinz KwaZulu-Natal wegen ihres begehrten Horns getötet, zitiert das Blatt aus einem Bericht, der am Montag von der Tierschutzgruppe Animal Rights Africa in Johannesburg vorgestellt werden soll. Er stützt sich auf verfügbare Statistiken der Behörden. Obwohl Länder wie Botswana, Namibia und Simbabwe keine Angaben gemacht haben, sei das bisher bekannte Ausmaß der Wilderei erschreckend.

In dem von einer tiefen Krise geprägten Simbabwe seien etwa im Matusadona-Naturpark von 40 Spitzmaulnashörnern nur noch 8 übrig. In mehreren anderen Naturparks sei der Bestand halbiert, berichtete die simbabwische Naturschutz-Arbeitsgruppe ZCTF. Zudem nehme die Zahl der von Wilderern getöteten Elefanten zu. In Simbabwe seien mehr als 7000 Kilogramm Elfenbein konfisziert worden.

Die südafrikanische Zeitung "Saturday Star" hatte am Samstag berichtet, der simbabwische Präsident Robert Mugabe habe der hungernden Bevölkerung des Krisenlandes vor wenigen Wochen den Abschuss der Wildtiere zum Verzehr gestattet. Eine offizielle Bestätigung für diese "Operation Nyama" gab es jedoch nicht.

Quelle: ntv.de