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Ungewisse Bestandsdaten Zu viel gewilderte Elefanten

Der Afrikanische Elefant kommt nach Angaben der Umweltstiftung WWF in 37 Ländern vor, allerdings in sehr unterschiedlicher Anzahl. In ganz Afrika leben laut WWF momentan mindestens 470.000 Elefanten.

Während sich die Bestände im südlichen Afrika seit dem Handelsverbot von Elfenbein stark erholt hätten, seien die Tiere in Westafrika weiterhin extrem bedroht. Aus dem politisch unruhigen Zentralafrika gebe es so wenige verlässliche Daten, dass ungewiss sei, ob die Populationen dort wachsen oder abnehmen. Die Wilderei sei dort jedoch extrem hoch.

Seit 1989 ist der kommerzielle Handel mit Elfenbein weltweit verboten. Zuvor wurden nach Angaben der Artenschutzorganisation Pro Wildlife rund 100.000 Elefanten pro Jahr in Afrika gewildert, was durch das Verbot stark reduziert worden sei. 1997 gab es jedoch die ersten Ausnahmegenehmigungen, und die Wilderei sei wieder angestiegen. Heute liege sie bei rund 20.000 Elefanten pro Jahr. Der Elefant habe einst den gesamten Kontinent besiedelt, lebe nun jedoch nur noch auf einem Fünftel der Fläche.

Nach WWF-Angaben hat Botswana derzeit mindestens 134.000 Afrikanische Elefanten (Loxodonta africana), Namibia mindestens 13.000 und Südafrika etwa 18.000 und Simbabwe mindestens 84.000. Am Donnerstag genehmigte die Artenschutzkonferenz diesen vier südafrikanischen Ländern den Verkauf jener Elfenbeinvorräte, die sie bis 31. Januar dieses Jahres angesammelt hatten.

Quelle: ntv.de