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Mittwoch, 01. Juli 2009

Stichwort: Radioisotope

Radioaktive Isotope (Radioisotope) werden in der Medizin etwa zum Aufspüren von Krebs sowie im Kampf gegen die Tumore eingesetzt. Isotope sind Varianten eines chemischen Elements. Die Isotope eines Elements besitzen alle dieselbe Zahl elektrisch positiver Atomkernbausteine (Protonen), aber unterschiedlich viele elektrisch neutrale Kernbausteine (Neutronen). Nur manche Isotope sind stabil, andere zerfallen mehr oder weniger schnell radioaktiv.

Radioaktive Isotope kommen in der Natur vor, werden für medizinische oder technische Anwendungen aber in Kernreaktionen erzeugt. Von den mehr als 1500 bekannten Radioisotopen sind nur etwa 50 natürlichen Ursprungs. Mit Hilfe der Strahlung bestimmter Radioisotope versuchen Mediziner, wuchernde Krebsgeschwulste zu zerstören oder zumindest einzudämmen. Das ist möglich, weil Krebszellen sich schneller teilen und daher empfindlicher auf Strahlung reagieren als gesunde Körperzellen.

Radioisotope können aber auch schon bei der Krebsdiagnose zum Einsatz kommen. Dazu werden sie in flüssiger Form in den Körper des Patienten gespritzt, wo sie sich - je nach verwendetem chemischen Element - in bestimmten Organen anreichern. Anhand der radioaktiven Strahlung, die nach außen dringt, können Mediziner sich ein Bild von dem betreffenden Organ und möglichen Tumoren darin machen. Auf ähnliche Weise nutzt die Industrie radioaktive Isotope, um Materialien zu untersuchen.

Als besonders geeignet für die Medizin hat sich das Isotop Technetium-99 erwiesen, da es für Patienten gut verträglich ist, relativ schnell zerfällt, so dass die Strahlenbelastung begrenzt ist, und sich gut an Stoffe anhängen lässt, die sich in einzelnen Organen anreichern.

 

Quelle: n-tv.de