Frage & Antwort

Frage & Antwort, Nr. 129 Darf ich Geldscheine bekritzeln?

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Liebesbekundungen auf einem Ein-Dollar-Schein.

(Foto: Andrea Beu)

Darf ich mir auf Geldscheinen Notizen machen? (fragt Bruno G. aus Braunschweig)

Grundsätzlich ja, denn die Banknoten sind nach den allgemeinen zivilrechtlichen Regelungen in Deutschland Eigentum des Besitzers. Sie gehören nicht der Notenbank und sind auch kein Staatseigentum. Aus diesem Grund ist die Zerstörung von Euro-Banknoten in Deutschland weder rechtswidrig noch strafbar, so die Auskunft der Deutschen Bundesbank.

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(Foto: Jurec, pixelio)

Allerdings wird eine mutwillig beschädigte Banknote von der Bundesbank nicht ersetzt. Ein Euro-Schein, der beschrieben ist, gilt als mutwillig beschädigt und dementsprechend ist er durch das Beschreiben wertlos. Kritzeleien oder Telefonnummern auf Geldscheinen sind also eine kostspielige Angelegenheit.

Annahme kann verweigert werden

Jede Supermarktkassiererin hat also das Recht, die Annahme eines bekritzelten Geldscheines zu verweigern, so wie umgekehrt auch jeder Kunde das Recht dazu hat. Sollte es eine bekritzelte Banknote dennoch schaffen, in der Deutschen Bundesbank zu landen, so wird diese von den Maschinen als nicht mehr umlaufsfähig erkannt und aus dem Verkehr gezogen.

Die Bundesbank leistet sowohl für beschädigte Euro- als auch für alte DM-Banknoten Ersatz, wenn entweder mehr als die Hälfte des Geldscheines vorgelegt oder aber nachgewiesen werden kann, dass der fehlende Teil vernichtet wurde.

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(Foto: hbertdesign.at, pixelio)

Übrigens: Immer mal wieder sieht man Geldscheine, auf denen Telefonnummern notiert sind. Derjenige, der solch eine Merkhilfe in den Umlauf bringt, hat nicht nur den Schein entwertet, sondern verletzt unter Umständen auch noch den Datenschutz.

Quelle: n-tv.de