Fundsache

Fundsache, Nr. 919 Farbe im Keramiktopf

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Christian-Heinrich Wunderlich, Archäo-Chemiker und Leiter der Restaurierungswerkstatt des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle, untersucht Teile des Keramiktopfes.

(Foto: picture alliance / dpa)

Einen 7200 Jahre alten Keramiktopf mit rund einem Kilogramm roter Farbe darin haben Archäologen bei Grabungen in Sachsen-Anhalt entdeckt. Sie fanden das Gefäß aus der Steinzeit in Breitenbach bei Zeitz. "Das ist einer der ältesten Farbfunde in Deutschland", sagte der Archäologe Andreas Siegl vom Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle. Die Farbe sei in einem besonders schönen, dünnwandigen Gefäß mit Verzierungen aufbewahrt worden.

Die Farbe bestehe aus eisenoxidhaltigem Ton, der in den Erdschichten der Umgebung vorkomme. Mit Hilfe von steinzeitlichen Handmühlen, welche aus zwei Mahlsteinen bestanden, wurde das Material zu feinem Pulver verarbeitet. "Rot war für die Menschen der Steinzeit das Symbol des Lebens", sagte der Archäo-Chemiker und Leiter der Restaurierungswerkstatt des Museums, Christian-Heinrich Wunderlich. Und: "Mit diesem Farbstoff bestrichen die Menschen ihre Häuser und bemalten für Kulthandlungen auch ihre Körper."

Quelle: ntv.de, dpa

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