Fundsache

Fundsache, Nr. 1206 Unbekannter Pfeilgiftfrosch in Guayana

Allobates amissibilis.jpg

Allobates amissibilis sp. nov., die neu entdeckte mikroendemische Froschart.

(Foto: © M. Hölting&R. Ernst/Senckenberg)

Eher zufällig haben Wissenschaftler aus dem Senckenberg Museum in Dresden nach eigenen Angaben im Regenwald Guayanas in Südamerika eine bisher unentdeckte Froschart gefunden. Das unscheinbare, nur daumengroße Tier gehöre zu den Pfeilgiftfröschen und sei bislang noch nicht beschrieben worden, teilte das Museum in Dresden mit. Die Dresdner waren dem Frosch bei ihrer Arbeit zum Ökotourismus und Artenschutz auf die Spur gekommen. Damit untersuchen sie, ob sich beides in den Wäldern Guayanas in Einklang bringen lässt.

Die Studie dazu ist im Fachblatt "Organisms Diversity and Evolution" erschienen. Die Forscher gaben der neu entdeckten Froschart den Namen Allobates amissibilis - lateinisch für "der verloren gehen könnte". Damit wollen sie auf die Tatsache hinweisen, dass der Mikroendemit (damit werden Arten bezeichnet, die nur in einem sehr kleinen Gebiet vorkommen) "besonders gefährdet durch Lebensraumveränderungen und Störungen" ist und durch "die Nutzung des Gebietes als ökotouristisches Reiseziel" vollkommen verloren gehen könnte.

Der sogenannte Guiana Shield im Norden Südamerikas beherbergt heute mehr als ein Viertel des noch verbliebenen globalen Bestandes an Regenwald, hieß es. Damit gehöre die Region neben Amazonien, dem Kongo und Papua Neuguinea zu den vier weltweit bedeutendsten Regenwaldgebieten.

Quelle: n-tv.de, abe/dpa

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