Nach nur eineinhalb Tagen Konklave steht am Abend des 8. Mai 2025 fest - der neue Papst heißt Robert Francis Prevost und wird zu Papst Leo XIV.Bild 1 von 35 | Foto: REUTERSDer neue Papst ist der erste überhaupt aus den USA. Leo wird am 14. September 1955 in Chicago, Illinois, in eine internationale Familie hineingeboren: der Vater, Louis Marius Prevost, französischer und italienischer Abstammung, die Mutter, Mildred Martínez, hingegen spanischer Abstammung.Bild 2 von 35 | Foto: REUTERSEr hat zwei Brüder, Louis Martín und John Joseph (im Bild). John erzählt nach der Wahl, dass sein Bruder schon als Kinder habe Priester werden wollen.Bild 3 von 35 | Foto: APPrevost lernt zunächst am Kleinen Seminar der Augustiner, danach an der Villanova University in Pennsylvania, wo er 1977 sein Examen in Mathematik und Philosophie ablegt.Bild 4 von 35 | Foto: APAm 1. September desselben Jahres beginnt er sein Noviziat in der Ordensgemeinschaft der Augustiner (OSA) in St. Louis in der Provinz "Mutter vom Guten Rat" in Chicago.Bild 5 von 35 | Foto: via REUTERSIn Rom wird er am 19. Juni 1982 im Augustinerkolleg von Santa Monica durch den belgischen Erzbischof Jean Jadot zum Priester geweiht. Zuvor hat er an der Catholic Theological Union in Chicago Theologie und an der Päpstlichen Universität St. Thomas von Aquin Kirchenrecht studiert.Bild 6 von 35 | Foto: picture alliance / dpaErstmals geht er 1985 nach Peru, in die Augustinermission in Chulucanas. Das Land wird zu seiner zweiten Heimat. (Foto: auf einer Jubiläumsfeier der Diözese in Peru)Bild 7 von 35 | Foto: picture alliance/dpa/Diocese of Chulucanas via APEr leitet dort ein Ausbildungsprojekt für Augustiner-Aspiranten, ist elf Jahre lang Prior der Gemeinschaft, ...Bild 8 von 35 | Foto: picture alliance/dpa/Diocese of Chulucanas via AP... Priester und Lehrer. 2014 wird er Bischof von Chiclayo.Bild 9 von 35 | Foto: picture alliance/dpa/Diocese of Chulucanas via APBei seinen Reisen nach Rom trifft er Johannes Paul II., ...Bild 10 von 35 | Foto: via REUTERS... ebenso wie Papst Benedikt, ...Bild 11 von 35 | Foto: via REUTERS... und natürlich Franziskus, der ihn fördert.Bild 12 von 35 | Foto: picture alliance / SIPA2023 holt ihn Franziskus dann ganz nach Rom und macht ihn zum Kardinal. Gleichzeitig überträgt er ihm immer mehr Verantwortung, zuletzt ist er als Leiter der Vatikan-Behörde für alle Bischöfe weltweit eine Art Personalchef der katholischen Kirche.Bild 13 von 35 | Foto: picture alliance/dpa/APPapst Leo ist Fan der Chicago White Sox seiner früheren Heimatstadt, verrät sein Bruder nach der Wahl. (Im Bild mit Johannes Paul II.)Bild 14 von 35 | Foto: via REUTERSAußerdem spielt er gern Tennis. (Im Bild mit Jannik Sinner bei einem Treffen im Vatikan)Bild 15 von 35 | Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESSLeo XIV. nennt als weitere Leidenschaft für Bewegung auch "lange Spaziergänge".Bild 16 von 35 | Foto: via REUTERSDer Papst spricht Englisch, Italienisch, Latein, Spanisch und auch Deutsch. Vatikan-Kenner sehen in ihm einen Mann der Mitte, diplomatisch versiert, pragmatisch, nicht ideologisch ausgerichtet.Bild 17 von 35 | Foto: via REUTERSDem neuen Bischof von Chiclayo, Edison Farfan, zufolge liebt Leo Ziegenfleisch, Ente mit Reis und Ceviche, ein typisch peruanisches Gericht aus rohen Meeresfrüchten.Bild 18 von 35 | Foto: via REUTERSDass ihn sein Weg schließlich auf den Heiligen Stuhl führen wird, hat er vielleicht nicht geglaubt, aber vermutlich auch nicht ausgeschlossen.Bild 19 von 35 | Foto: via REUTERSDenn das Konklave ist sich bereits im vierten Wahlgang einig, dass er Franziskus' Nachfolger sein soll.Bild 20 von 35 | Foto: via REUTERSIn Zeiten der gesellschaftlichen Spaltung und zahlreicher gewalttätiger Konflikte will Leo XIV. den Menschen Hoffnung geben.Bild 21 von 35 | Foto: REUTERSNeben den Kriegen und Konflikten in aller Welt steht auch die katholische Kirche selbst vor schwierigen Aufgaben, ...Bild 22 von 35 | Foto: picture alliance / Photoshot... etwa das Vorgehen gegen sexuellen Missbrauch, der Umgang mit Frauen und Homosexuellen, der Zölibat und der Priestermangel.Bild 23 von 35 | Foto: via REUTERSNach einem Jahr wird deutlich, dieser Papst will ein Friedenspapst sein. Er spricht immer wieder von einem "entwaffnenden und entwaffneten Frieden" als Kern der christlichen Botschaft.Bild 24 von 35 | Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESSMehrfach bietet er den Vatikan als Vermittler in internationalen Konflikten an und fordert Waffenstillstände, beispielsweise im Gaza-Konflikt und im Iran-Krieg.Bild 25 von 35 | Foto: picture alliance/dpa/APEr macht Künstliche Intelligenz zu einem seiner Leitthemen und spricht von einer neuen "industriellen Revolution" mit brisanten sozialen Folgen.Bild 26 von 35 | Foto: picture alliance / PhotoshotSeine erste Enzyklika "Magnifica humanitas" ist der Frage gewidmet, was KI für Menschenwürde, Arbeit und Gerechtigkeit bedeutet.Bild 27 von 35 | Foto: picture alliance / Sipa USAInnerkirchlich knüpft er ausdrücklich an die Reformlinie seines Vorgängers an, allerdings mit "pontifikaler Behutsamkeit", wie es der Salzburger Theologe Gregor Maria Hoff nennt.Bild 28 von 35 | Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESSLeo baut Brücken zwischen liberalen und konservativen Kreisen, nimmt Weichenstellungen des Vorgängers nicht zurück, öffnet aber beispielsweise wieder Spielräume für die alte Messform.Bild 29 von 35 | Foto: picture alliance / PhotoshotMehr Mitbestimmung von Laien und die Stärkung der Rolle von Frauen setzt Leo auf die Agenda, lässt sich mit der Umsetzung aber Zeit. Gerade in Deutschland sind darüber viele enttäuscht.Bild 30 von 35 | Foto: picture alliance / SIPAMit Evelio Menjivar-Ayala macht Leo einen Mann zum Bischof in den USA, der einst illegal aus El Salvador ins Land kam.Bild 31 von 35 | Foto: APBesonders mit Blick auf die politische Entwicklung in den USA tritt Leo immer wieder für Migrantinnen und Migranten ein. Er kritisiert die harte Einwanderungspolitik der Trump-Administration und spricht sich gegen die Todesstrafe und für strengere Waffengesetze aus.Bild 32 von 35 | Foto: picture alliance/dpa/Pool Reuters via APAls US-Präsident Donald Trump die Legitimität von Leos Wahl anzweifelt und ihn massiv attackiert, gibt es einen internationalen Aufschrei.Bild 33 von 35 | Foto: picture alliance/dpa/APPapst Leo XIV. versucht auf seiner Afrika-Reise, die Wogen etwas zu glätten und betont erneut seine Friedensbotschaft. Er habe kein Interesse an einer Auseinandersetzung mit Trump, aber auch keine Angst vor der US-Regierung.Bild 34 von 35 | Foto: picture alliance/dpa/Pool AFP/APNach einem Jahr ist dieser Papst vermutlich noch für so manche Überraschung gut.Bild 35 von 35 | Foto: picture alliance/dpa/AP