Ostern ist da, die Fastenzeit geht zu Ende. Doch vor das Eiersuchen hat der Herrgott den Höhepunkt des Fastens gesetzt - die Karwoche.Bild 1 von 22 | Foto: picture alliance / dpaDie eigentlichen Kartage beginnen am Donnerstag, dem Gründonnerstag.Bild 2 von 22 | Foto: picture alliance / dpaDer Gottesdienst erinnert daran, dass Jesus beim Abendmahl den Jüngern die Füße wusch. Petrus lehnte zunächst ab: "Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen!", sagte er. Jesus entgegnete: "Wenn ich dich nicht wasche, so hast du kein Teil an mir."Bild 3 von 22 | Foto: Gemälde von Duccio di BuoninsegnaIm Neuen Testament findet am Abend dieses Tages das letzte Abendmahl statt. Das Gemälde von Leonardo da Vinci, das Jesus und die Jünger zeigt, ist weltberühmt.Bild 4 von 22 | Foto: Leonardo da Vinci, Das AbendmahlDabei teilte Jesus Brot und Wein aus - seinen Leib und sein Blut, eine Andeutung seines Opfertods. Zugleich forderte er die Jünger auf, in Erinnerung an ihn weitere Abendmahle zu feiern: "Tut dies zu meinem Gedächtnis!"Bild 5 von 22 | Foto: Gemälde von Pascal Adolphe Dagnan-BouveretDie Bezeichnung "Gründonnerstag" stammt aus dem 12. Jahrhundert. Das Wort stammt wahrscheinlich vom Mittelhochdeutschen "gronan" ("greinen" - also weinen, klagen, im Englischen noch erhalten als "groan").Bild 6 von 22 | Foto: Gemälde von Vicente Juan MasipDas "Greinen" spielt vermutlich auf die Tränen der Büßer an, die an diesem Tag wieder in die kirchliche Gemeinschaft aufgenommen wurden.Bild 7 von 22 | Foto: Gemälde von Fritz von UhdeNoch am Abend des Gründonnerstags wurde Jesus vom Rat der Hohenpriester im Garten Gethsemane festgenommen. Das Gemälde von Giotto di Bondone zeigt den Judas-Kuss, mit dem der Jünger Jesus verriet.Bild 8 von 22 Am folgenden Morgen - Karfreitag -, so berichtet der Evangelist Markus, wurde Jesus dann dem römischen Statthalter Pilatus vorgeführt. Die Hohenpriester warfen Jesus Hochverrat vor. Pilatus erklärte jedoch laut Lukas: "Ich finde keine Schuld an diesem Menschen. ... Darum will ich ihn schlagen lassen und losgeben."Bild 9 von 22 | Foto: Gemälde von Antonio CiseriDoch die Hohepriester überredeten Pilatus, ihnen Jesus zu übergeben. Matthäus berichtet, Pilatus habe sich die Hände vor dem Volk gewaschen und gesagt: "Ich bin unschuldig an seinem Blut; seht ihr zu!"Bild 10 von 22 | Foto: Gemälde von Mihály von MunkácsyKarfreitag gedenken die Christen der Kreuzigung Jesu. Der "stille Freitag" leitet die Osterfeierlichkeiten ein. Für die evangelischen Kirchen ist Karfreitag der höchste Feiertag im Jahr.Bild 11 von 22 | Foto: Gemälde von El GrecoDie Bezeichnung "Karfreitag" kommt aus dem Althochdeutschen. "Chara" bedeutete seinerzeit so viel wie Klage, Trauer. Dem christlichen Glauben zufolge bringt der Tod Jesu am Kreuz den Menschen die Erlösung.Bild 12 von 22 | Foto: Gemälde von Albrecht AltdorferDies ist die zentrale Botschaft des Christentums: Jesus - der Erlöser - hat durch seinen Tod am Kreuz die Schuld der Menschen auf sich genommen. Im christlichen Verständnis ist der Mensch sündig - wegen eigener Vergehen, vor allem aber wegen der Erbsünde, die auf den Sündenfall Adams und Evas zurückgeht, wegen dem die Menschen aus dem Paradies vertrieben wurden.Bild 13 von 22 | Foto: Gemälde von TizianDrei Tage nach seiner Kreuzigung folgt am Sonntag die Auferstehung Jesu. Die wird zu Ostern gefeiert, dem höchsten katholischen Feiertag. Hier gibt es eine zeitliche und inhaltliche Nähe zum jüdischen Pessach-Fest; in den meisten europäischen Sprachen ist diese Nähe spürbar: ...Bild 14 von 22 | Foto: Gemälde von Raffael... Auf Italienisch heißt Ostern "pasqua", im Spanischen ähnlich "pascua", auf Französisch "pâques", im Schwedischen "påskdagen" und im Isländischen "páskar".Bild 15 von 22 | Foto: Gemälde von Peter Paul RubensZurück zur biblischen Geschichte: Die Auferstehung selbst wird im Neuen Testament nicht beschrieben, Augenzeugen werden nicht zitiert. Erst das von Maria Magdalena entdeckte leere Grab gibt den Jüngern einen Hinweis.Bild 16 von 22 | Foto: Gemälde von Antonio da CorreggioDanach erscheint Jesus zwei Jüngern, die unterwegs nach Emmaus, einem Dorf in der Nähe von Jerusalem, sind. Sie erkennen Jesus zunächst nicht. Er erklärt ihnen den Sinn des Opfertods.Bild 17 von 22 | Foto: Gemälde von Altobello MeloneIn Emmaus laden ihn die beiden zum Abendessen ein. Da "nahm er das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen", so Lukas. Die beiden Jünger erkennen ihren Heiland. "Und er verschwand vor ihnen." Weitere Auferstehungs-Geschichten gibt es bei Matthäus und Markus.Bild 18 von 22 | Foto: Gemälde von Matthias StomerEine sehr eindrückliche Auferstehungsgeschichte hat Johannes: Als Jesus den Jüngern erscheint, ist der Apostel Thomas nicht dabei. Die anderen erzählen ihm, dass Jesus auferstanden ist, doch Thomas glaubt ihnen kein Wort. Thomas sagt: "Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und meinen Finger in die Nägelmale lege und meine Hand in seine Seite lege, kann ich's nicht glauben."Bild 19 von 22 | Foto: Gemälde von CaravaggioAcht Tage später sind die Jünger wieder versammelt, dieses Mal ist auch Thomas dabei. Obwohl die Türen verschlossen sind, steht Jesus mit einem Mal im Raum. Er geht zu Thomas und sagt: "Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!" Und: "Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!"Bild 20 von 22 | Foto: Gemälde von Martin Schongauer und WerkstattWie wichtig Ostern für die Christen ist, beschrieb schon Paulus in einem Brief an die Korinther: "Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden; so sind auch die, die in Christus entschlafen sind, verloren."Bild 21 von 22 | Foto: Gemälde von Valentin de BoulogneWie ein Mensch (Adam) der Menschheit den Tod gebracht habe, so habe ein Mensch (Jesus) der Menschheit die Auferstehung gebracht: "Denn wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden."Bild 22 von 22 | Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb