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Er ist kein Herzensbrecher wie Elvis Presley - und lässt auch selten sein Becken kreisen.Bild 1 von 60 | Foto: ASSOCIATED PRESS
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Seine Stimme ist nicht die von Frank Sinatra. Im Gegenteil: In den vergangenen Jahren ist sie noch brüchiger geworden.Bild 2 von 60 | Foto: ASSOCIATED PRESS
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Hysterische Fans hat er wohl nur einmal: Als er 1965 auf die elektrische Gitarre umsteigt und in England als "Judas" beschimpft wird.Bild 3 von 60 | Foto: AP
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Mit Jesus vergleicht er sich nie, selbst wenn er von Anhängern als Messias oder Prophet gefeiert wird.Bild 4 von 60 | Foto: ASSOCIATED PRESS
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Und doch ist Bob Dylan, der nun 85 Jahre alt wird, einer der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts.Bild 5 von 60 | Foto: ASSOCIATED PRESS
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Allerdings nicht, weil er den Literaturnobelpreis, mehrere Grammys und unzählige weitere wichtige Auszeichnungen wie den Pulitzer-Preis gewonnen hat.Bild 6 von 60
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Nicht, weil er Oscar und Golden Globe erhält.Bild 7 von 60 | Foto: REUTERS
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Vielleicht ergibt sich seine Bedeutung aus der Vielseitigkeit als Songschreiber, Musiker, Poet, Filmemacher und Maler.Bild 8 von 60 | Foto: REUTERS
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Und aus dem enormen Einfluss, den Bob Dylan bis heute auf die weltweite Popkultur ausübt.Bild 9 von 60 | Foto: AP
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Er gibt Protesten der Bürgerrechtsbewegung und der Studenten - mithin der gesamten kritischen Gegenkultur - eine Stimme, eine Melodie.Bild 10 von 60 | Foto: ASSOCIATED PRESS
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Und doch bleibt er nie stehen. Dylan will immer weiter. Er ist ein Wanderer, der immer neue Wege geht, neue Impulse setzt - darunter durchaus auch Verirrungen - und unzählige Nachfolger inspiriert.Bild 11 von 60 | Foto: ASSOCIATED PRESS
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Zu Beginn seiner Karriere singt er Protestsongs auf der Akustikgitarre, wandelt sich zum lyrischen Poeten, wechselt zur elektrischen Gitarre und wird zum Rocker, zieht sich nach einem Unfall zurück, …Bild 12 von 60 | Foto: ASSOCIATED PRESS
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… taucht wieder auf und spielt Country, wandert mit seiner "Rolling Thunder Revue" durch Amerika, wird zum neugeborenen Christen und kriselt in den 80ern.Bild 13 von 60 | Foto: AP
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Schließlich feiert er mit der Rückkehr zu seinen Wurzeln, zu Blues, Americana und Folk, ein kaum noch zu erwartendes Comeback - als "olympisch heiterer und doch seltsam sinistrer Südstaatengentlemen", wie es einmal in der "Zeit" heißt.Bild 14 von 60 | Foto: ASSOCIATED PRESS
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Mit mehreren Alben, einer eigenen (mittlerweile wieder eingestellten) Radioshow, der "Never ending Tour" und Ausstellungen seiner Bilder erlebt Dylan Anfang des Jahrtausends ein fulminantes Comeback und ist präsent wie selten - was auch unzählige Veröffentlichungen über ihn untermauern.Bild 15 von 60 | Foto: REUTERS
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Und man erkennt ihn kaum wieder: Er veröffentlicht bisher nur als Bootleg erhältliche Schätze aus dem Archiv und gibt sich vor allem ungemein beredet: Martin Scorsese dreht "No Direction Home" über ihn und der Meister selbst veröffentlicht den ersten Teil seiner Autobiographie "Chronicles".Bild 16 von 60 | Foto: ASSOCIATED PRESS
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Doch noch immer umgeben Dylan Rätsel, die auch all die selbsternannten Dylanologen nicht lösen können.Bild 17 von 60 | Foto: AP
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Zu reich an Metaphern und Bildern sind seine anspielungsreichen Texte, die sich auf Dichtkunst und Mythologie beziehen, auf Popkultur und amerikanische Geschichte.Bild 18 von 60 | Foto: REUTERS
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Außerdem wäre da die Sache mit der Werbung: Für Victoria's Secret gibt Dylan sein Gesicht her, für Cadillac und Pepsi-Cola.Bild 19 von 60 | Foto: PR NEWSWIRE
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Selbst die Protest-Hymne "The Times they are a-changin'" muss mehrmals für Werbung herhalten.Bild 20 von 60 | Foto: ASSOCIATED PRESS
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Und ist sein Album "Christmas In The Heart" nicht eine Weihnachtsplatte? Auch wenn die Einnahmen gespendet werden - es ist, gelinde gesagt, eine Überraschung für die Fans.Bild 21 von 60 | Foto: PR NEWSWIRE
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Anhänger von "His Bobness" müssen manchmal eben hart im Nehmen sein. Und im Interpretieren.Bild 22 von 60 | Foto: Reuters
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Zu viele Geschichten erfindet Dylan über seine Herkunft und sein Leben. Dabei ist die Geburt als Robert Allen Zimmerman dann wohl doch eher unspektakulär, am 24. Mai 1941 in Duluth, Minnesota. Später wächst er im nahen Hibbing (Bild) auf, an der kanadischen Grenze.Bild 23 von 60 | Foto: picture-alliance / dpa
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Das ist weit weg vom Mississippi-Delta, der Heimat von Blues, Jazz und Rock'n'Roll. Doch die Musik erreicht auch den Nachfahren ukrainisch-jüdischer Einwanderer - erst Hank Williams (Bild), dann Little Richard, Chuck Berry, Buddy Holly und Elvis Presley.Bild 24 von 60 | Foto: AP
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Dem Highway, der Geburts- und Sehnsuchtsort verbindet, huldigt er später in "Highway 61 Revisited". (Hier die berüchtigte Kreuzung der Highways 49 und 61 in Clarksdale, wo der Blueser Robert Johnson seine Seele dem Teufel überschrieben haben soll.)Bild 25 von 60 | Foto: ASSOCIATED PRESS
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Immerhin: Seine Eltern unterstützen die musikalische Begeisterung. Robert lernt Klavier und Gitarre - akustisch und elektrisch. Und er spielt in ersten Bands mit. Bereits hier erfindet er auch seinen Künstlernamen: Bob Dylan, wohl nach dem walisischen Dichter Dylan Thomas.Bild 26 von 60 | Foto: AP
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Doch lange hält es Dylan nicht in Minnesota aus. Über St. Paul, wo er an der Uni die Folkmusik von Woody Guthrie kennenlernt, geht er Anfang 1961 nach New York, wo er jenen Guthrie am Sterbebett besucht.Bild 27 von 60 | Foto: ASSOCIATED PRESS
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Dylan streift durch Musikläden und eignet sich spielend die unterschiedlichsten Musikstile an. Vor allem ältere nordamerikanische Musik fasziniert ihn: Blues und Folk, Swing und Country, Tin-Pan-Alley-Pop, Rhythm & Blues, Rockabilly und Rock'n'Roll. Unter dem Einfluss seiner Freundin Suze Rotolo (die auf dem "Freewheelin'"-Cover) wird er zudem politischer und gesellschaftskritischer.Bild 28 von 60 | Foto: ASSOCIATED PRESS
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Auf erste Erfolge in Coffeehouses und Klubs folgt bereits im Oktober 1961 der erste Plattenvertrag bei Columbia Records. Das erste Album "Bob Dylan", vor allem aus Fremdkompositionen bestehend, ist kein großer Erfolg. Doch Dylan schreibt seine Songs zunehmend selbst.Bild 29 von 60 | Foto: AP
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Mit "The Freewheelin' Bob Dylan" und dem Song "Blowin' in the Wind" sowie dem Titeltrack der dritten Platte "The Times they are a-changin'" gelingt ihm der Durchbruch, unterstützt durch eine Tournee mit der bereits erfolgreichen Joan Baez (Bild). Dylan wird - wider Willen - zu einer wichtigen Stimme der Bürgerrechtsbewegung.Bild 30 von 60 | Foto: AP
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Doch der Wanderer bleibt nicht stehen: Bereits Mitte der 60er tauscht Dylan die akustische mit der elektrischen Gitarre. Was folgt, ist Legende: Innerhalb eines reichlichen Jahres veröffentlicht Dylan drei Alben, die Geschichte schreiben.Bild 31 von 60 | Foto: ASSOCIATED PRESS
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Ist "Bringing it all Back Home" noch eine Mischung aus akustischem und elektrischem Teil, wechselt er mit "Highway 61 Revisited" völlig die Seiten zur Rockmusik - und veröffentlicht mit der sechsminütigen Single "Like a Rolling a Stone" eines seiner bekanntesten Lieder. Es ist ein Jahrhundertsong.Bild 32 von 60 | Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb
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Einige Akustik-Fans reagieren entsetzt und feindselig. Doch Dylan legt nach. Mit "Blonde on Blonde" haut er die erste Doppel-LP der Rockgeschichte raus.Bild 33 von 60 | Foto: AP
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Es ist nicht nur die musikalische Entwicklung, die spaltet. Auch die zunehmend komplexen Texte stiften mit zahlreichen Anspielungen und Assoziationen Verwirrung. In "Desolation Row" etwa treffen Figuren aus unterschiedlichster Zeit und Zusammenhang aufeinander: …Bild 34 von 60 | Foto: AP
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… Cinderella und Romeo, Kain und Abel, Ophelia und Einstein (verkleidet als Robin Hood), das Phantom der Oper, Casanova und der Glöckner von Notre Dame, die Dichter Ezra Pound und T. S. Eliot - Herrscharen von Interpreten beißen sich daran die Zähne aus.Bild 35 von 60 | Foto: AP
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Dylan ist nun ein Rockstar, der unermüdlich schreibt, aufnimmt und tourt. Doch der Druck von Fans und auch Journalisten macht ihm zu schaffen. Da bremst ihn ein Motorradunfall aus.Bild 36 von 60 | Foto: AP
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Der Wanderer zieht sich aufs Land zurück, konzentriert sich auf seine Frau Sara und die Kinder. Zwei Alben spiegeln das einfache Leben wider: "John Wesley Harding" und "Nashville Skyline" sind stark vom Country beeinflusst - für einige Fans wieder ein Grund, den Musiker anzufeinden. Dabei gehören die Platten zu den Grundsteinen des Country-Rock.Bild 37 von 60 | Foto: AP
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Dylan macht sich in den folgenden Jahren rar. Erst nach einigen mittelmäßigen Alben, einem Auftritt in Sam Peckinpahs Film "Pat Garrett jagt Billy the Kid" und der Trennung von seiner Frau wagt er ein Comeback.Bild 38 von 60 | Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb
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Eine große, ausverkaufte Tournee, vor allem aber "Blood on the Tracks", eines seiner besten Alben, das sich auch mit der Trennung von Sara auseinandersetzt, bringen Dylan wieder ins Gespräch. Und er geht mit einem Tross aus Musikern wie Joan Baez und Dichtern wie Allen Ginsberg auf Tournee: Die "Rolling Thunder Revue" erinnert mehr an einen Zirkus als an ein Rockkonzert.Bild 39 von 60 | Foto: ASSOCIATED PRESS
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Dylan tritt mit weißer Schminke im Gesicht auf, er spielt neue Lieder, aber auch alte Hits, die er - zum Missfallen einiger Fans - stetig verändert, neu interpretiert und teils bis zur Unkenntlichkeit verzerrt vorträgt.Bild 40 von 60 | Foto: dapd
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So weit, so gut. Doch der Wanderer geht weiter. Nach einem Erweckungserlebnis konvertiert Dylan Ende der 70er-Jahre zum christlichen Glauben. Alben wie "Slow Train Coming" und "Saved" sind davon inspiriert. Einige Fans wenden sich mit Grausen ab.Bild 41 von 60 | Foto: AP
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Die Alben der 80er-Jahre sind eher durchwachsen. Dylan kämpft mit einem Alkoholproblem, er heiratet erneut (die Ehe hält nur ein paar Jahre) und spielt mit anderen Stars bei den "Traveling Wilburys". 1987 tritt er in Ost-Berlin auf (Bild) - und sagt kein Wort über Freiheit.Bild 42 von 60 | Foto: AP
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Schließlich begibt sich Dylan auf seine "Never ending Tour": Eine Tournee, die kein Ende kennt, kein Album promoten soll, die stattdessen immer nur weitergeht, um die 100 Konzerte Jahr für Jahr, rund um den Erdball.Bild 43 von 60 | Foto: ASSOCIATED PRESS
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Anfang der 90er wird Dylan in die Rock'n'Roll Hall of Fame aufgenommen, erhält den Grammy für sein Lebenswerk, tritt bei Woodstock II auf und bei MTV Unplugged. Musikalisch wendet er sich den Wurzeln zu. Er interpretiert alte Folk- und Bluesklassiker neu und legt so die Grundlage für ein weiteres Comeback.Bild 44 von 60 | Foto: ASSOCIATED PRESS
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Dieses gelingt ihm schließlich 1997 mit "Time out of Mind". "It's not dark yet, but it's getting there" - diese Zeile umschreibt die düstere, melancholische Stimmung des Albums. Vielleicht liegt dies auch an der schweren Herzerkrankung, die Dylan gerade erst überstanden hat. Drei Grammys gewinnt die Platte.Bild 45 von 60 | Foto: ASSOCIATED PRESS
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Oscar und Golden Globe für den Filmsong "Things Have Changed" sowie der Polar Music Prize folgen, dazu ein bemerkenswerter Auftritt vor Papst Johannes Paul II. Die Alben "Love and Theft" - ein Mix verschiedener amerikanischer Musikstile - und "Modern Times" - die erste Nummer 1 in den USA seit 1976 - werden von der Kritik gefeiert.Bild 46 von 60 | Foto: ASSOCIATED PRESS
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Der sonst so wortkarge und knurrige Musiker präsentiert sich wie nie zuvor in seiner Karriere. Er spielt in Filmen mit, schreibt seine Autobiografie, gibt Interviews, im Fernsehen läuft die Dokumentation "No Direction Home" von Martin Scorsese.Bild 47 von 60 | Foto: ASSOCIATED PRESS
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Todd Haynes dreht eine Filmbiografie über Dylan. In "I'm not there" wird der Musiker von sechs verschiedenen Schauspielern verkörpert (darunter Cate Blanchett - Bild, Christian Bale, Richard Gere und Heath Ledger), was seine verschiedenen Persönlichkeiten darstellen soll.Bild 48 von 60 | Foto: ASSOCIATED PRESS
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Und noch ein Medium erobert Dylan: Im Radio stellt er zu Themen wie Wetter, Baseball, Blumen und Autos ganze Sendungen zusammen, die moderne Songs mit alten Liedern mischen, von denen Dylan einst beeinflusst wurde. Dylan wird zum Bewahrer alter amerikanischer Musiktraditionen - was sich auch in seinem Buch "Die Philosophie des modernen Songs" spiegelt.Bild 49 von 60 | Foto: REUTERS
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Dazu passt auch, dass er auf den Alben "Shadows in the Night", "Fallen Angels" und der dreifach-CD "Triplicate" amerikanische Song-Klassiker neu interpretiert - viele von ihnen sang einst Frank Sinatra. Es ist ein Blick auf die Zeit vor dem Rock'n'Roll.Bild 50 von 60 | Foto: dpa
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Daneben sammelt Dylan Ehrungen wie andere Briefmarken. 2012 erhält er von Präsident Barack Obama etwa die Presidential Medal of Freedom.Bild 51 von 60 | Foto: imago images/UPI Photo
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2016 folgt der Nobelpreis für Literatur. Die Schwedische Akademie ehrt ihn für die Schaffung "neuer poetischer Ausdrucksformen". Dylan ist der erste Musiker beziehungsweise Songschreiber, der so geehrt wird.Bild 52 von 60 | Foto: AP
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Die Fachwelt schwankt zwischen Begeisterung und Ablehnung. Er selbst allerdings kommt nicht einmal zur Verleihungszeremonie nach Stockholm. Er macht stattdessen das, was er immer gemacht hat: ...Bild 53 von 60 | Foto: dpa
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... er tourt und nimmt auf. 2011 tritt er sogar erstmals in China auf.Bild 54 von 60 | Foto: imago images/UPI Photo
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2020 erscheint "Rough and Rowdy Ways", sein 39. Studioalbum und das erste seit 2012 mit Originalmaterial. Unter den Songs ist auch das 17-minütige "Murder Most Foul". Wie die Vorgänger-Alben wird auch dieses von der Kritik gefeiert.Bild 55 von 60 | Foto: picture alliance / dpa
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Dylan ist zum weisen, alten Mann der Pop- und Rockmusik geworden. Seine bekanntesten Alben wirken inzwischen zeitlos. Er reiht sich ein in die großen Klassiker der amerikanischen Songtradition - und begeistert immer wieder neue Hörer.Bild 56 von 60 | Foto: picture alliance / dpa
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Auch wenn die Auftritte durchaus zur Geduldsprobe werden können, angesichts eigenwilliger Interpretationen und knorriger, brüchiger Stimme. Wenn er seine Band vorstellt, hat er schon viel gesprochen. Die meiste Zeit verbringt Dylan sitzend auf der Bühne, verschanzt hinter einem Klavier.Bild 57 von 60 | Foto: ASSOCIATED PRESS
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Die Rechte an seinen Songs aber gehören ihm mittlerweile nicht mehr. Er verkauft den kompletten Katalog Ende 2020 an Universal. Laut "New York Times" gehen die 600 Songs für 300 Millionen Dollar weg (etwa 246 Millionen Euro). Und in Tulsa entsteht 2022 das Bob Dylan Center mit seinem Archiv.Bild 58 von 60 | Foto: Reuters
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2023 erscheint das 40. Studioalbum: "Shadow Kingdom" ist ein Soundtrack für die gleichnamige, während der Corona-Pandemie entstandene Doku über Dylans frühe Songs. Auf der Platte sind 13 Neueinspielungen alter Lieder versammelt, zudem ein neues Instrumentalstück.Bild 59 von 60 | Foto: dpa
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Sein Tourleben nimmt er nach der Pandemie wieder auf - mit mittlerweile über 80 Jahren bereist er die Welt. Gibt's auch neue Musik? Das ist bei Dylan nie ausgeschlossen. In die Karten hat sich dieser ewige Wanderer ja nie schauen lassen. (mli)Bild 60 von 60 | Foto: REUTERS
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