Wer heutzutage einen Feldhamster in freier Natur sieht, ...Bild 1 von 35 | Foto: imago/imageBROKER/Sonja Jordan... kann sich glücklich schätzen, denn die possierlichen Tiere sind nicht nur in Deutschland sehr selten geworden.Bild 2 von 35 | Foto: picture alliance / blickwinkel/M. WoikeFeldhamster sind aktuell in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet, das von Mitteleuropa bis in den Nordwesten Chinas reicht, vom Aussterben bedroht.Bild 3 von 35 | Foto: imago/imageBROKER/photoholic Kein Wunder, hat doch die Art mit dem lateinischen Namen Cricetus cricetus über Jahrzehnte gleich mehrere Probleme zu bewältigen.Bild 4 von 35 | Foto: picture alliance / imageBROKERSeit den 1950er Jahren bis in die 1970er hinein wurden die Tiere von Landwirten als Schädlinge wahrgenommen, gefangen und vergiftet. Der Grund: ...Bild 5 von 35 | Foto: imago/Steffen SchellhornDie Tiere fraßen Körner und junge Pflanzen, versorgten ihren Nachwuchs damit und legten Vorräte für den Winter an. Das konnte zu Verlusten bei der Ernte führen.Bild 6 von 35 | Foto: imago/blickwinkel/A. HartlDie Art wurde durch die Maßnahmen des Menschen so stark dezimiert, dass sie unter strengen Schutz gestellt werden musste.Bild 7 von 35 | Foto: IMAGO/imagebrokerDenn durch die fortwährende Intensivierung der Landwirtschaft konnten sich die Hamsterpopulationen bisher nicht wieder erholen. Bis heute bleibt sie ...Bild 8 von 35 | Foto: IMAGO/Dominik Kindermann... die größte Bedrohung für die Tiere, weil sie gleich mehrere Probleme mit sich bringt. Der Anbau von Monokulturen gehört dazu. Auf diesen Feldern hat der Feldhamster als Allesfresser wenig Auswahl.Bild 9 von 35 | Foto: imago/blickwinkel/A. HartlZudem findet er auf monotonen Feldern kaum Verstecke oder geeignete Stellen, an denen er seinen Bau graben kann.Bild 10 von 35 | Foto: imago/imageBROKER/E. BaccegaDurch die immer effektivere Getreideernte bleiben kaum Getreidekörner auf den abgeernteten Fläche liegen.Bild 11 von 35 | Foto: imago/blickwinkel/D. MaehrmannDa hat es der Feldhamster schwer, genügend Vorräte für den Winter "zu hamstern".Bild 12 von 35 | Foto: picture alliance / blickwinkel/S. MeyersNicht nur der massive Verlust von Lebensräumen, sondern auch die Zerschneidung durch Straßen und Gebäude wird für einige Exemplare zur Todesfalle.Bild 13 von 35 | Foto: imago images/blickwinkelEinige der standorttreuen Tiere suchen sich ruhige Ausweichmöglichkeiten, zum Beispiel auf Friedhöfen.Bild 14 von 35 | Foto: picture alliance / imageBROKERFür den Erhalt der Art werden verschiedene Agrar-Umweltprogramme durchgeführt und finanziert. Dazu gehören beispielsweise der Anbau von Ackerpflanzen mit größerem Abstand oder das Stehenlassen sogenannter Hamsterstreifen nach der Ernte.Bild 15 von 35 | Foto: imago/Zoonar.com/Jan NovakUm den Fortbestand der Art zu sichern, gibt es in Deutschland drei große Zuchtprogramme wie dieses in Metelen im Münsterland.Bild 16 von 35 | Foto: picture alliance/dpaRund 160 Feldhamster werden in den Großboxen gehalten. Ziel ist es, jedes Jahr mindestens 30 Würfe oder 200 Jungtiere zu bekommen, von denen ein Großteil noch im selben Jahr ausgewildert wird.Bild 17 von 35 | Foto: picture alliance/dpaDafür werden hier Deutsche Feldhamster und Tiere aus den Niederlanden verpaart, um den Fortbestand der stark bedrohten Tierart zu sichern.Bild 18 von 35 | Foto: picture alliance/dpaDoch der Flirt kann für das Männchen unter Umständen böse ausgehen. Einen Paarungskandidaten hat es im Vorjahr übel erwischt.Bild 19 von 35 | Foto: picture alliance/dpa"So richtig verbissen, so schnell kam ich auch gar nicht dazwischen", schildert Tierpfleger Jörg Kritschker die Situation. Zwei "Macken", die das Weibchen hinterlassen hat, mussten in der Tierarztpraxis genäht werden.Bild 20 von 35 | Foto: picture alliance/dpaSichtbare Verletzungen sind aber die Ausnahme.Bild 21 von 35 | Foto: picture alliance/dpaUm den Stress der Tiere zu reduzieren, geht das Team um Projektleiterin Anika Hirz nach einem Stufenplan vor. Alle Tiere werden eingehend untersucht. Zudem gilt es abzuschätzen, ob der Zyklus des Weibchens passt, ob es paarungsbereit ist.Bild 22 von 35 | Foto: picture alliance/dpaIm nächsten Schritt wird jeweils ein Männchen im verschlossenen Behälter in die Großbox eines Weibchens gestellt. Die Tiere sollen sich erstmal nur beschnüffeln, kennenlernen. Sie bekommen eine halbe Stunde dafür, das Team macht Pause.Bild 23 von 35 | Foto: picture alliance/dpaKlettert sie auf den Behälter mit dem Männchen, gilt das als gutes Zeichen. Der Deckel wird geöffnet, dann kann es hektisch und laut werden.Bild 24 von 35 | Foto: picture alliance/dpaVier Nächte dauert das Stelldichein der 36 Feldhamster-Paare in Metelen, um einen Erfolg sicherzustellen.Bild 25 von 35 | Foto: picture alliance/dpaWenn rund 19 Tage später Fiepsen aus den Bauen zu hören ist, sind es im Schnitt acht Jungtiere, die von der Mutter allein aufgezogen werden.Bild 26 von 35 | Foto: picture alliance / blickwinkel/A. HartlAußer im nordrhein-westfälischen Metelen werden auch im Zoo Leipzig und im ...Bild 27 von 35 | Foto: picture alliance/dpa... Zoo Heidelberg Feldhamster zum Erhalt der Art gezüchtet und ausgewildert.Bild 28 von 35 | Foto: picture alliance/dpaAber warum dieser Aufwand für ein meerschweinchengroßes Nagetier?Bild 29 von 35 | Foto: picture alliance/dpaFeldhamster bauen umfangreiche Baue mit mehreren Eingängen und Kammern.Bild 30 von 35 | Foto: picture alliance/dpaDurch das Graben lockern sie den Boden auf, was die Bodenstruktur verbessert und die Wasseraufnahme fördert.Bild 31 von 35 | Foto: picture alliance / imageBROKERsammeln und lagern Samen und Pflanzenmaterial in ihren Baueingängen, was zur Verbreitung von Pflanzen beiträgt und die Biodiversität stärkt.Bild 32 von 35 | Foto: picture alliance / WILDLIFESo makaber es klingt: Noch wichtiger sind die Nager allerdings als Beutetiere für verschiedene Raubtiere wie Füchse, Greifvögel und Schlangen. Sie sind ein wichtiger Teil der Nahrungskette und unterstützen das Gleichgewicht im Ökosystem.Bild 33 von 35 | Foto: picture alliance / imageBROKERFeldhamster gelten zudem als Indikator für gesunde Agrarlandschaften. Ihr Vorkommen zeigt, dass eine Landschaft noch relativ naturnahe und vielfältige Strukturen aufweist.Bild 34 von 35 | Foto: picture alliance / blickwinkel/M. WoikeOb die ausgewilderten Nachzuchten die ökologische Lücke, die bereits klafft, schließen und die Art erhalten können, muss man abwarten. (Text: jaz/dpa)Bild 35 von 35 | Foto: picture alliance/dpa