Bunte Schmetterlinge an den ersten Blüten, Vogelgezwitscher am Morgen und dicke ...Bild 1 von 48 | Foto: imago / Dirk Manderbach... Hummelköniginnen auf Nestsuche: Das typische Frühlingsgefühl entsteht auch durch die kleinen Lebewesen um uns herum. Bei vielen Gärten allerdings ...Bild 2 von 48 | Foto: imago / Dirk Manderbach... bekommt man den Eindruck, die bunten Flatterlinge und Sangeskünstler seien dort unerwünscht: So bunt die Beete wirken mögen, sind sie für Lebewesen doch eine lebensfeindliche Wüste.Bild 3 von 48 | Foto: imago / Vobelima / PanthermediaGezüchtete Schmuckstauden und exotische Sträucher bieten oft kaum oder gar keine Nahrung für heimische Insekten, wie Bettina de la Chevallerie, Geschäftsführerin der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 (DGG 1822), erklärt.Bild 4 von 48 | Foto: imago / Ralf Rottmann / docnrwhugopictureWertvolle Futterpflanzen wie Löwenzahn, Klee, Brennnessel und Beifuß würden hingegen als "Unkraut" vernichtet.Bild 5 von 48 | Foto: IMAGO/YAY ImagesDe la Chevallerie fände es für ein Umdenken hilfreich, diese Pflanzen als Wildblumen oder Begleitpflanzen zu bezeichnen. "Auf jeden Fall gehört das Wort Unkraut gestrichen."Bild 6 von 48 | Foto: IMAGO/MiSViele Tierarten seien für ihr Überleben auf bestimmte Pflanzen angewiesen - das abwertende Wort Unkraut lasse aber auf verzichtbare, für nichts wichtige Dinge schließen, sagt auch Margarita Hartlieb von der Universität Wien.Bild 7 von 48 | Foto: IMAGO/Wassilis AswestopoulosWer Schmetterlinge liebt, sollte schon im Herbst an die Insekten denken, denn: Schmetterlinge sind nicht plötzlich da, sie schlüpfen aus Puppen, also aus ...Bild 8 von 48 | Foto: IMAGO/CHROMORANGE... festen Hüllen, in der sich die aus Eiern geschlüpften Raupen in einen Falter verwandeln. Die Puppen von Faltern kleben oft an Pflanzenstängeln.Bild 9 von 48 | Foto: IMAGO/Christian DitschWer Verblühtes im Herbst direkt entfernt und entsorgt, vernichtet die nächste Frühlingsgeneration. Auch Wildbienen und andere Insekten nutzen verdorrte Pflanzenstängel als Überwinterungsplatz.Bild 10 von 48 | Foto: imago / michal / PanthermediaHortensien, Forsythien, Kirschlorbeer und etliche der ...Bild 11 von 48 | Foto: IMAGO/ecomedia/robert fishman... einjährigen Blumen aus Bau- und Supermärkten haben eines gemein: Sie mögen hübsch aussehen, sind aber ökologisch vollkommen wertlos, weil sie kaum oder gar keinen Nektar und Pollen für Insekten bieten.Bild 12 von 48 | Foto: IMAGO/BREUEL-BILDBei den Massen solcher Blumen und exotischer Sträucher, die in vielen Gärten dominieren, bedeutet das für Insekten ein echtes Hungerproblem.Bild 13 von 48 | Foto: imago / imageBROKER /Anna Reinert Wildpflanzen wie Brennnesseln oder Klee wiederum werden in vielen Gärten an jeder Stelle ausgerissen.Bild 14 von 48 | Foto: imago / Zoonar.com / Evgeniia GordeevaFalter wie Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs (im Bild), Landkärtchen und Admiral legen ihre Eier aber gezielt an Brennnesseln ab, da die Raupen ausschließlich von deren Blättern leben.Bild 15 von 48 | Foto: imago / imageBROKER / Kevin SawfordOhne das "Unkraut" gäbe es die bunten Falter nicht. Ein Ungleichgewicht gibt es auch bei der Versorgung der Vögel.Bild 16 von 48 | Foto: IMAGO/Addictive StockViele Menschen geben viel Geld für Winterfutter und schicke Vogelhäuschen aus - weitaus wichtiger ist allerdings Fachleuten zufolge, wie der Garten gestaltet ist: ...Bild 17 von 48 | Foto: imago / imageBROKER / Gabriele Bertolini"Wichtig für Singvögel ist, dass er naturnah und insektenfreundlich ist", betont Sophie Lokatis, Natur- und Artenschutzexpertin bei der Deutschen Wildtier Stiftung. Manche Arten seien stetig, zahlreiche andere vor allem bei der Aufzucht der Küken auf Insekten als Nahrung angewiesen.Bild 18 von 48 | Foto: picture alliance / imageBROKERAkkurat gekürzter Rasen ist nicht naturnah - für viele Menschen aber nach wie vor ein Schönheitsideal für den Garten.Bild 19 von 48 | Foto: picture alliance / CHROMORANGEManche versuchen sogar einzelne Löwenzahnwurzeln aus der streichholzkurz gestutzten Grasnarbe zu ziehen. Übrig bleibt blütenloses Grün, das kaum Nahrung bietet. "Solche Flächen sind fast tot", sagt Lokatis.Bild 20 von 48 | Foto: picture alliance / GoldmannUnd wo nichts krabbelt, fliegt auch nichts: "Zahl und Vielfalt der Singvögel sind in den vergangenen Jahrzehnten parallel zum Insektenschwund gesunken", sagt Lokatis.Bild 21 von 48 | Foto: IMAGO/Panama PicturesIst das perfekte Grün dann auch noch - wie es in den letzten Jahren Mode wurde - von einem sogenannten Gittermattenzaun (mit eingeflochtenen Plastiklamellen) statt mit Heckenpflanzen umkränzt, finden Vögel auch kein Plätzchen für den Nestbau.Bild 22 von 48 | Foto: imago images/U. J. AlexanderAnders als typische Heckensträucher wie Liguster oder Hainbuche (im Bild) bieten die als pflegeleicht gepriesenen Gebilde zudem weder Beeren noch Insekten als Nahrung. Hinzu kommen Umweltgifte, die aus den Kunststoffen ausgewaschen werden können.Bild 23 von 48 | Foto: imago / Zoonar.com / Peter HimmelhuberDoch nicht nur Insekten und Vögel haben es immer schwerer, geeignete Lebensräume zu finden, sondern auch eine ganze Reihe von Säugetieren, zum Beispiel ...Bild 24 von 48 | Foto: IMAGO/Cover-Images... Igel. Diese sind wegen der intensivierten Landwirtschaft weniger auf dem Land, sondern vor allem in Siedlungsbereichen mit Gärten und Grünanlagen anzutreffen.Bild 25 von 48 | Foto: picture alliance / imageBROKERDamit sie sich wohlfühlen, braucht es mehr als einen Laubhaufen im Winter. Wie viele Singvögel sind die Stachelträger zentral auf Insekten als Nahrung angewiesen.Bild 26 von 48 | Foto: picture alliance / imageBROKERUnd auf Gebüsch als Heimstatt - der englische Name "hedgehog" bedeutet wörtlich übersetzt "Heckenschwein".Bild 27 von 48 | Foto: picture alliance / Martin GrimmRasenmäher schaden Igeln gleich in zweifacher Hinsicht. Jede Mahd bedeutet den Tod für Insektenlarven, Raupen, Grashüpfer.Bild 28 von 48 | Foto: picture-alliance / Eibner-Pressefoto / Eky Eibner"Nach einem Mähvorgang sind zum Beispiel etwa 80 Prozent der Heuschrecken tot", sagt Hartlieb. Die Insekten werden zerschlagen oder verenden gefangen in den entsorgten Grashaufen.Bild 29 von 48 | Foto: picture alliance / ZoonarNeben dem Hungertod drohen den Igeln zudem tödliche Verletzungen, wenn Mähroboter zum Einsatz kommen. Mit der Zahl der Roboter hat die Zahl verletzter Igel stark zugenommen. "Die größte Bedrohung für den Igel ist der Mensch", bilanziert die Wildtierstiftung.Bild 30 von 48 | Foto: picture alliance/dpaViele Hobbygärtner treibt die Sorge um, dass in einem Naturgarten mehr Insekten leben, die am selbstgezogenen Gemüse knabbern.Bild 31 von 48 | Foto: picture alliance / imageBROKERTatsächlich aber vermehren sich Schädlinge Experten zufolge in einem naturnahen Garten oft weniger explosiv, weil sie Teil eines komplexen Nahrungsnetzes sind: Es sind sofort auch die passenden Nützlinge zur Stelle.Bild 32 von 48 | Foto: picture-alliance / Christin KloseGut zu beobachten ist das zum Beispiel bei Blattläusen. Auf eine Vermehrungswelle der Tiere folgt schnell eine Welle von Marienkäfern, die sie wegfressen.Bild 33 von 48 | Foto: picture alliance / ZoonarVielen Menschen ist sicherlich nicht annähernd bewusst, welchen Wert Privatgärten für Biodiversität und Klimaanpassung haben. Wer denkt, ...Bild 34 von 48 | Foto: picture alliance / Goldmann... dass sein kleiner Garten ohnehin keinen Einfluss hat, sollte sich klarmachen, dass es nach Angaben des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) etwa 17 Millionen Privatgärten in Deutschland gibt - eine riesige Anzahl kleiner Lebensräume mit enormer Gesamtfläche.Bild 35 von 48 | Foto: picture alliance/dpaStünde auch nur in jedem fünften Garten eine Kornelkirsche (im Bild) statt einer Forsythie, würde das Nahrung für viele Millionen früh im Jahr fliegende Insekten bedeuten.Bild 36 von 48 | Foto: imago / Zoonar.com / Peter HimmelhuberEine Wiese wiederum könne schon nach einem Monat ohne Mähen etwa die zehnfache Nektarmenge eines wöchentlich gemähten Rasens bieten, erklärt de la Chevallerie von der Gartenbau-Gesellschaft.Bild 37 von 48 | Foto: picture alliance / M.i.S.-SportpressefotoDoch damit nicht genug: Wer naturnah gärtnert, kann nicht nur Zeit, sondern auch jede Menge Geld sparen.Bild 38 von 48 | Foto: Soeren Stache / dpa-Zentralbild / ZBDenn die Kosten für Rasendünger, exotisches Ziergehölz und die oft nur einjährigen, gezüchteten Hybridpflanzen summieren sich.Bild 39 von 48 | Foto: imago / Zoonar.com / Robert KneschkeHeimische Stauden hingegen lassen sich wunderbar teilen, Wildsträucher oft über einfache Stecklinge vermehren und ...Bild 40 von 48 | Foto: picture alliance / botanikfoto... und an Nachbarn weitergeben.Bild 41 von 48 | Foto: imago images/RedeleitUnd auf teure Insektenhotels kann getrost verzichten, wer verdorrte Halme und Büschel den Winter über auf den Beeten stehen lässt.Bild 42 von 48 | Foto: imago images/Martin Bäuml FotodesignAuch darauf, Geld für künstlichen Dünger und Pestizide auszugeben, kann und sollte man verzichten, wie Hartlieb betont. "Je nährstoffärmer, desto größer ist im Allgemeinen die Pflanzenvielfalt."Bild 43 von 48 | Foto: Iordache Magdalena / Shotshop / picture-allianceBenzin für den Rasenmäher und Wasser lassen sich ebenfalls sparen.Bild 44 von 48 | Foto: picture-alliance / Christin Klose Heimische Arten kommen mit Trockenheit meist wesentlich besser zurecht als exotische und eine üppige Blumenwiese besser als kurzer Rasen. Doch es gibt noch ein anderes Problem.Bild 45 von 48 | Foto: imago / Blickwinkel / A. JagelEin Garten mit Totholzecke, heimischen Stauden und einem Stück wilder Wiese bedeutet Rettung statt Verwahrlosung - doch viele Menschen zaudern beim Gedanken daran, was wohl das Umfeld zu mehr Wildwuchs sagen wird.Bild 46 von 48 | Foto: picture alliance / botanikfotoGartenexpertin de la Chevallerie rät Zögernden zu "Akzeptanzstreifen", also Wegen und Flächen in der Blumenwiese, die weiter relativ kurz gehalten werden.Bild 47 von 48 | Foto: picture-alliance / Kirsten Neumann"Man kann auch ganz klein beginnen, mit einer Blumeninsel", sagt sie, denn. "Jeder Quadratmeter zählt." (Text: Annett Stein, dpa)Bild 48 von 48 | Foto: IMAGO/Swaantje Hehmann