Seit Tagen bangen Menschen in Deutschland und von außerhalb um einen in der Ostsee gestrandeten Buckelwal.Bild 1 von 75 | Foto: picture alliance/dpaMit Baggern versuchten Helfer, ihn freizuschaufeln. Doch das Tier kam nicht von der Sandbank frei, auf dem es festsaß.Bild 2 von 75 | Foto: picture alliance/dpaAls er sich schließlich doch freischwamm, geleiteten Küstenwache und Polizeiboote den Wal in die Ostsee.Bild 3 von 75 | Foto: picture alliance/dpaAber nach wie vor wirkt er geschwächt, hält sich in viel zu flachen Gewässern auf.Bild 4 von 75 | Foto: picture alliance/dpa/Greenpeace GermanyWale sind - neben Seekühen - die einzigen Säugetiere, die sich vollständig an das Leben im Wasser angepasst haben.Bild 5 von 75 | Foto: ReutersDas heißt: Wale leben ausschließlich im Wasser. An Land sterben sie.Bild 6 von 75 | Foto: picture-alliance/ dpaEntweder, weil sie schnell austrocknen oder ...Bild 7 von 75 | Foto: picture alliance/dpa/TASMANIA POLICE/AP... weil ihr großes Körpergewicht ihre Lungen zusammendrückt und sie ersticken oder ...Bild 8 von 75 | Foto: picture alliance/dpa/EUROPA PRESS... weil sie aufgrund ihrer guten Wärmeisolation ...Bild 9 von 75 | Foto: REUTERS... einen Hitzschlag bekommen.Bild 10 von 75 | Foto: REUTERSObwohl sie ausschließlich im Wasser leben, weisen Wale eindeutige Merkmale von höheren Säugetieren auf. Sie atmen durch Lungen und müssen, um verbrauchte Luft aus- und frische Luft einzuatmen, an die Wasseroberfläche schwimmen.Bild 11 von 75 | Foto: dpaHier atmen die Wale durch ein oder zwei Nasenlöcher die komprimierte und mit Feuchtigkeit gesättigte Atemluft aus, so dass eine Art Fontäne entsteht. Diese wird Blas genannt.Bild 12 von 75 | Foto: REUTERSDer Blas eines Blauwals kann bis zu 12 Meter hoch sein.Bild 13 von 75 | Foto: REUTERSWale bringen lebende, vollentwickelte Junge zur Welt, ...Bild 14 von 75 | Foto: picture alliance / dpa... die sie mit einer extrem fettreichen Muttermilch, die aus speziellen Drüsen kommt, säugen.Bild 15 von 75 | Foto: picture alliance / dpaDer Blauwal ist der Gigant unter den Giganten. Er ist nicht nur der mächtigste Wal.Bild 16 von 75 | Foto: picture alliance / blickwinkel/AGAMI/L. SteijnMit bis zu 33 Metern Länge und 200 Tonnen Gewicht ist er sogar das größte Tier, das jemals auf der Erde gelebt hat.Bild 17 von 75 | Foto: picture-alliance/ dpaWale gehören zudem zu den Tieren auf der Welt, die über 200 Jahre alt werden können.Bild 18 von 75 | Foto: ASSOCIATED PRESS.Vorausgesetzt, sie stranden nicht, ...Bild 19 von 75 | Foto: picture alliance / dpa... landen nicht als sogenannter Beifang im Fischernetz und verenden qualvoll, wie dieser Delfin, ...Bild 20 von 75 | Foto: picture-alliance/ dpa... werden nicht von Walfängern getötet oder ...Bild 21 von 75 | Foto: picture alliance / dpa... von Haien angegriffen, wie dieser Buckelwal.Bild 22 von 75 | Foto: picture-alliance/ dpaDer älteste entdeckte Grönlandwal beispielsweise starb mit 211 Jahren; er wurde Ende des 20. Jahrhunderts in der Arktis von Walfängern erlegt.Bild 23 von 75 | Foto: ASSOCIATED PRESSDas Walskelett hat kaum kompakte Knochen - es wird durch die große Tragfähigkeit des Wassers stabilisiert.Bild 24 von 75 | Foto: REUTERSDie Hauptnahrung vieler Wale ist Krill. Das sind Kleinkrebse, ...Bild 25 von 75 | Foto: imago/Bluegreen Pictures... die Teil des Planktons sind.Bild 26 von 75 | Foto: dpaDiese bilden riesige Schwärme. Die Biomasse in den Meeren wird auf 100 bis 800 Millionen Tonnen geschätzt.Bild 27 von 75 | Foto: IMAGO/Pond5 ImagesWie viele Wale es tatsächlich noch gibt, lässt sich nur schwer bestimmen, denn die Tiere lassen sich durch die Weiten der Meere nicht systematisch beobachten.Bild 28 von 75 | Foto: ReutersKlimawandel und Walfang wirken sich extrem ungünstig auf die Bestände aus.Bild 29 von 75 | Foto: picture-alliance/ dpaNorwegen und Island sind die einzigen Länder, in denen der kommerzielle Walfang trotz eines internationalen Moratoriums aus dem Jahr 1986 noch erlaubt ist.Bild 30 von 75 | Foto: picture-alliance/ dpaJapan nutzt ein Schlupfloch des Walfang-Abkommens und deklariert seine Jagd auf Pott- und andere Wale als "wissenschaftliche Forschung".Bild 31 von 75 | Foto: picture-alliance/ dpaEs macht aber kein Geheimnis daraus, dass das Fleisch der erlegten Meeressäuger in Geschäften und Restaurants angeboten wird und somit letztlich auf dem Teller landet.Bild 32 von 75 | Foto: picture-alliance/ dpaZu den Veränderungen durch den Klimawandel, die die Wale massiv bedrohen, gehören laut einer Studie des WWF und der Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS der Anstieg der Meerestemperatur, ...Bild 33 von 75 | Foto: Reuters... die Übersäuerung des Meerwassers, der Verlust kalter Lebensräume und der Rückgang der Hauptnahrungsquelle Krill.Bild 34 von 75 | Foto: picture alliance/dpaAuch die Zunahme der Schifffahrt bedroht die Tiere. Die Dampfer verursachen Unterwasserlärm, unter dem ihr Orientierungsvermögen leidet; ...Bild 35 von 75 | Foto: imago stock&people... auch die Fortpflanzung der Meeressäuger wird beeinträchtigt.Bild 36 von 75 | Foto: picture alliance / Masa Ushioda/WaterFrameNicht zuletzt kommt es immer wieder zu Kollisionen zwischen Schiffen und Walen, die für letztere oft tödlich enden.Bild 37 von 75 | Foto: imago images/TTIn der deutschen Ostsee werden immer wieder tote Schweinswale gefunden - die rund 1,5 bis 2 Meter langen Tiere verheddern sich allerdings hauptsächlich in Stellnetzen.Bild 38 von 75 | Foto: dpaDie Anzahl der Schweinswale vor der deutschen Ostseeküste sinkt kontinuierlich. Allein von 2016 bis 2022 ist laut Nabu-Angaben von 2025 ihre Anzahl in der westlichen Ostsee von rund 42.000 auf etwa 14.000 Exemplare geschrumpft.Bild 39 von 75 | Foto: picture alliance/dpa/Whale and Dolphin Conservation via Whales.orgIn der inneren Ostsee lebten 2025 nur noch etwa 100 bis 1000 dieser Schweinswale, die auch Kleine Tümmler genannt werden.Bild 40 von 75 | Foto: picture alliance/dpa/Whale and Dolphin Conservation via Whales.orgDiese Population sei akut vom Aussterben bedroht, hieß es vom Meeresmuseum Stralsund.Bild 41 von 75 | Foto: picture alliance/dpa/NABU Schleswig-HolsteinDie Schweinswale stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Sie sind die einzigen Wale in der deutschen Nord- und Ostsee.Bild 42 von 75 | Foto: dpaÜberfischung und Vergiftung der Meere haben den Bestand nach Angaben des Naturschutzbunds (NABU) dezimiert. Lebensraum und Gesundheit der Tiere ...Bild 43 von 75 | Foto: picture alliance/dpa... werden durch die Errichtung von Hochsee-Windkrafträdern zusätzlich gefährdet. Die deutschen Umweltverbände fordern daher mehr Schutz für Schweinswale beim Ausbau der Offshore-Windenergie.Bild 44 von 75 | Foto: picture alliance / dpaDie weltweit aktive Whale and Dolphin Conservation Society (WDCS) hat aktuelle Bestandsschätzungen für die wichtigsten großen Walarten zusammengetragen.Bild 45 von 75 | Foto: APSo steht etwa ein nordamerikanischer Verwandter des europäischen Schweinswals kurz vor dem Aussterben: Der Kalifornische Schweinswal, auch Golftümmler oder Vaquita genannt, gehört zu den kleinsten Walen der Welt.Bild 46 von 75 | Foto: 1417Er wird nur rund 1,50 Meter lang und wiegt etwa 40 Kilogramm. Diese Schweinswale kommen ausschließlich im Norden des Golfes von Kalifornien vor. Häufig verfangen sie sich in den vertikalen Treibnetzen der Krabbenfischer und verenden dort.Bild 47 von 75 | Foto: picture alliance/dpa/WWF"Im Jahr 1997 gab es noch etwa 600 von ihnen, jetzt sind es nur noch ungefähr 10 Individuen. Allein zwischen 2011 und 2016 starben 90 Prozent der Population", heißt es beim WDCS im Jahr 2025.Bild 48 von 75 | Foto: picture alliance / Tom Jefferson/WWF/dpaDer Blauwal, der früher weit verbreitet war, wurde fast bis zur Ausrottung gejagt. Er lebt in allen Ozeanen und Klimazonen, bewohnt heute aber nur noch die Hochsee.Bild 49 von 75 | Foto: dpaDer Finnwal ist der nächste Verwandte des Blauwals und nach ihm das zweitgrößte Tier der Erde. Er gilt als scheues Tier, weil er die Küstenregionen meidet.Bild 50 von 75 | Foto: picture alliance / dpaFinnwale sind in allen Weltmeeren zu Hause. Ihr Bestand wird auf weniger als 100.000 Tiere geschätzt.Bild 51 von 75 | Foto: picture alliance / dpaAuch Pottwale leben in allen Ozeanen, wobei die Weibchen mit ihren Jungen wärmere Gegenden bevorzugen.Bild 52 von 75 | Foto: ReutersDer Pottwal-Bestand wird auf etwa 360.000 Tiere geschätzt. (im Bild: harpunierter Wal an Bord eines japanischen Walfangschiffes vor der Antarktis)Bild 53 von 75 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebDer Schwertwal ist eine Wal-Art aus der Familie der Delfine. Er wird auch Orca oder Großer Schwertwal genannt. Die Namen Killer- und Mörderwal wurde ihm von Walfängern gegeben, in Bezug auf die oft brutal anmutenden Jagdmethoden der Tiere.Bild 54 von 75 | Foto: SECAC/Monica PerezSchwertwale sind weltweit verbreitet. Die Art gilt als nicht gefährdet, einzelne Populationen sind aber durch menschlichen Einfluss wie etwa Umweltverschmutzung bedroht.Bild 55 von 75 | Foto: picture alliance/dpa/TASSIhre Haltung in Aquarien ist schwer umstritten.Bild 56 von 75 | Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.comAuch Buckelwale bewohnen alle Ozeane bis zur Packeisgrenze. Der Buckelwalbestand wird von der Weltnaturschutzunion IUCN auf mehr als 60.000 Tiere geschätzt.Bild 57 von 75 | Foto: picture alliance / Buddhilini de Soyza/Cover ImagesDas jahrzehntelange Jagdverbot in den meisten Meeresregionen hat dazu geführt, ...Bild 58 von 75 | Foto: dpa... dass sich die Bestände von Buckelwalen gut erholt haben.Bild 59 von 75 | Foto: picture alliance / Buddhilini de Soyza/Cover ImagesDas Tier hat es mit menschlicher Hilfe von der Roten Liste gefährdeter Arten geschafft, gilt nicht mehr als gefährdet.Bild 60 von 75 | Foto: picture alliance / Buddhilini de Soyza/Cover ImagesFür den Buckelwal in der Wismarer Bucht gilt diese Einschätzung leider nicht.Bild 61 von 75 | Foto: picture alliance/dpaUnd auch die USA ordnen weiter vier Buckelwal-Populationen als "bedroht" ein.Bild 62 von 75 | Foto: APWie der Name des Grönlandwales schon verrät, ...Bild 63 von 75 | Foto: Ansgar Walk/Wikipedia... lebt diese Walart vor allem in den kalten Packeisregionen. Nur noch 25.000 Tiere lebten laut WDC im Jahr 2025 in den Weltmeeren.Bild 64 von 75 | Foto: picture alliance / imageBROKERAuch der Grönlandwal kann es auf mehr als 200 Jahre bringen.Bild 65 von 75 | Foto: ReutersKnochen verstorbener Exemplare verleihen ein Gefühl für die überwältigende Größe dieser Tiere.Bild 66 von 75 | Foto: picture alliance / imageBROKERAllein ihr Unterkieferknochen ist teilweise sechs Meter lang.Bild 67 von 75 | Foto: picture-alliance / dpaWeißwale, auch bekannt als Belugas (von bely, russisch für weiß) heißen so wegen ihrer auffälligen hellen, fast weißen Färbung.Bild 68 von 75 | Foto: imago images / Nature Picture LibrarySie gehören zu den Gründelwalen. Beluga-Wale können bis zu sechs Meter lang werden und sind normalerweise in den kühlen Gewässern rund um Grönland sowie nördlich von Norwegen und Russland zu Hause.Bild 69 von 75 | Foto: picture alliance / imageBROKERAuffällig ist neben der weißen Haut (die sich erst mit den Jahren ausbildet; bei der Geburt sind die Wale eher grau-braun) vor allem die Wölbung am Kopf, die "Melone".Bild 70 von 75 | Foto: imago images / Nature Picture LibraryBelugas wiegen zwischen 400 und 1000 Kilogramm. Sie werden normalerweise zwischen 40 und 60 Jahre alt.Bild 71 von 75 | Foto: picture-alliance/ dpaViele Weißwale leben in Gefangenschaft - wie die beiden im Bild, "Little White" und "Little Grey", die lange in einem Freizeitpark in Shanghai die Besucher bespaßen mussten, bis sie im Juni 2019 freigelassen und nach Island umgesiedelt wurden.Bild 72 von 75 | Foto: Aaron Chown/Press Association/dpaNach wie vor wird der Beluga bejagt, mittlerweile aber vor allem aus traditionellen Gründen und zum persönlichen Bedarf von Inuit.Bild 73 von 75 | Foto: imago images / Nature Picture LibraryDie Zahl erlegter Tiere ist deutlich zurückgegangen, die Schutzmaßnahmen scheinen auszureichen.Bild 74 von 75 | Foto: picture alliance / juniors/wildlifeDie Weltnaturschutzunion IUCN schätzt den Bestand auf etwa 150.000 Weißwale. (lwe/abe/jaz)Bild 75 von 75 | Foto: picture alliance / imageBROKER