Bilderserie
Samstag, 23. September 2017

Antonow bringt legendäre Boeing: Die Ankunft der "Landshut" in Friedrichshafen

Bild 1 von 20
Die Triebwerke der Antonow An-124 dröhnen über der Rollbahn des Flughafens von Friedrichshafen. (Foto: imago/Eibner)

Die Triebwerke der Antonow An-124 dröhnen über der Rollbahn des Flughafens von Friedrichshafen.

Die Triebwerke der Antonow An-124 dröhnen über der Rollbahn des Flughafens von Friedrichshafen.

Der Koloss setzt auf, doch das ukrainische Transportflugzeug - so spektakulär es sein mag - ist an diesem Tag nicht der Anlass, für den sich ...

... Fotografen, ...

... Zeitzeugen und ...

... Schaulustige auf dem Rollfeld des Bodensee-Airports versammelt haben.

Nein, es ist die Fracht im Bauch der Antonow.

Darin befindet sich ein weiteres Flugzeug - eine Boeing 737, die ...

... unter dem Namen "Landshut" in die Geschichte einging.

Terroristen entführten die Lufthansa-Maschine im Herbst 1977, um inhaftierte RAF-Mitglieder freizupressen.

Die Sache ging schief, die neugegründete Spezialeinheit GSG 9 ...

... befreite Passagiere und Crew auf dem Rollfeld des Flughafens von Mogadischu.

Es blieb die Trauer um Pilot Jürgen Schumann, den die Terroristen ermordet hatten - wie auch ...

... um den damaligen Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer, den RAF-Terroristen kurz darauf erschossen.

Mit an Bord der Landshut damals waren diese drei: Jürgen Vietor als Copilot, Diana Müll als Passagierin (M.) und Gabriele von Lutzau als Stewardess. Sie begrüßten die geschichtsträchtige Maschine nun auf der letzten Station ihrer Reise.

Die 737 hatte es bis nach Brasilien geschafft, wo sie noch jahrelang als Frachtflugzeug diente, bis sie 2008 außer Dienst gestellt und dem Rost überlassen wurde.

Das Auswärtige Amt kaufte sie schließlich zum Schrottwert von 20.000 Euro, um sie in Friedrichshafen im Dornier-Museum auszustellen.

Alles an diesem Transport ist spektakulär, auch die Entladung der Boeing aus dem gewaltigen Bauch der Antonow.

Nun geht es ins Museum, wo ...

... der Rumpf wieder mit den Tragflächen verbunden werden soll, die ebenfalls per Lufttransport nach Friedrichshafen kommen.

Copilot Jürgen Vietor wirkte ganz gelöst: "Fragen Sie einen Piloten nicht nach Gefühlen, wir haben keine", sagte er. Wir unterstellen mal: Alle drei dürften doch nach wie vor sehr glücklich sein, dass die Sache damals glimpflich ausging. (vpe)

weitere Bilderserien