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Mehr als Licht und Wärme: Die Sonne

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Die Sonne ist der einzige Stern in unserem Sonnensystem und alles dreht sich um sie. (Foto: picture alliance / dpa)

Die Sonne ist der einzige Stern in unserem Sonnensystem und alles dreht sich um sie.

Die Sonne ist der einzige Stern in unserem Sonnensystem und alles dreht sich um sie.

Das Zentralgestirn ist so schwer, dass es ihre Planeten, Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn Uranuns und Neptun zwingt, sich in kreisähnlichen Bahnen um sie zu bewegen.

99,8 Prozent der gesamten Masse des Sonnensystems kommt von der Sonne, ... (l. die Erde im Größenvergleich)

... obwohl sie zum größten Teil aus sehr leichten Gasen - derzeit rund 70 Prozent Wasserstoff und 28 Prozent Helium - besteht. Den knappen Rest bilden verschiedene schwere Elemente wie etwa Metalle.

Selbst das Gasverhältnis ändert sich jedoch im Laufe der Zeit, da die Sonne in ihrem Inneren Wasserstoffkerne zu Heliumkernen umwandelt.

Die bei diesem Vorgang entstehende Energie wird vom Sonnenkern bis zur Oberfläche der Sonne transportiert und von dort in den Weltraum abgestrahlt.

Diese Sonnenstrahlen erreichen auch die Erde.

Obwohl die Sonne mit 1,4 Millionen Kilometern Durchmesser so groß ist, dass die Erde 109 Mal hineinpassen würde, wird sie in unserer Milchstraße mit ihrem Gewicht und ihrer Größe als ein eher durchschnittlicher Stern eingeordnet.

Sie wird zu den Gelben Zwergen gezählt. Es gibt auf ihr Sonnenstürme, Sonnenfackeln und Sonnenflecken (dunkle Stellen).

Zur Sonne gehören verschiedene Schichten, die verschiedene Temperaturen, Zusammensetzungen und Dichten aufweisen, aber nicht klar voneinander getrennt werden können.

Die Temperaturen auf der Oberfläche des ultraheißen Sterns betragen 5527 Grad Celsius, im Kern sind es 15.599.726 Grad Celsius. An den dunklen Sonnenflecken herrschen mit 3526 Grad Celsius etwas geringere Temperaturen.

Wegen der hohen Temperaturen toben regelrechte Feuerstürme auf der Sonne. Täglich gibt es mehrere Explosionen. Diese werden auch Sonneneruptionen oder Flares genannt.

Diese Flares treten in unterschiedlichen Stärken auf und können als plötzliches helles Aufleuchten beobachtet werden.

Ofmals kommt es dabei zum sogenannten koronalen Masseauswurf, das bedeutet, dass heißes Gas mit Elektronen und Ionen mit einer hohen Geschwindigkeit ins All geschleudert wird.

Das Material von besonders starken Flares kann je nach Eintrittswinkel sogar bis in die Atmosphäre der Erde gelangen.

Um die Stärke von Flares zu unterscheiden, werden diese von Wissenschaftlern mit Buchstaben (ABCMX) und Zahlen (1-9) gekennzeichnet. Dabei ist X die stärkste Kategorie und zahlenmäßig nach oben offen.

Durch die magnetische Ladung der Flares können Satelliten, Radio- und Handyübertragungen gestört werden.

Im schlimmsten Falle werden Stromtransformatoren völlig zerstört ...

... dann kommt es in diesen Regionen zum Stromausfall. Menschen haben durch Sonneneruptionen laut Experten jedoch nichts zu befürchten.

Sie können jedoch Polarlichter an Orten beobachten, an denen diese sonst nicht zu sehen sind.

Die Sonne ist 150 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.

Ihr Licht benötigt bis zur Erde knapp acht Minuten.

Durch die Sonne als Fixpunkt in unserem Sonnensystem und die Rotation der Erde um die Sonne sind Tag ...

... und Nacht entstanden.

Auch der Wechsel zwischen den Jahreszeiten steht mit der Sonne in Verbindung.

Durch den Strahlungswinkel der Sonne auf die Erde entstehen Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Auch das Klima der Erde wird von der Sonne beeinflusst.

Die Sonne ist die Hauptquelle für die Wärme auf der Erde ...

... und sogar für die Temperaturen und ...

... das "Weltraumwetter" in unserem gesamten Sonnensystem.

Ohne die Sonne gäbe es kein Leben auf der Erde.

Die Sonne ist für Pflanzen die universelle Energiequelle.

Mit Hilfe der grünen Pflanzen wird die eingestrahlte Sonnenenergie über die Fotosynthese direkt in den Kreislauf der Natur gebracht.

Erdöl, Erdgas und Kohle konnten nur mit Hilfe der Sonne entstehen. Denn die Grundlage, das organische Material, das aus Bäumen, Sträuchern, Gräsern, etc. besteht, konnte nur mit Hilfe von Sonnenstrahlen und Wasser wachsen und gedeihen.

Die Sonne scheint nicht nur für die Vitamin-D-Bildung im menschlichen Körper, sondern auch für die Aufhellung des Gemüts verantwortlich zu sein.

Sie hat jedoch auch ihre Schattenseiten.

Ein Übermaß an Sonnenstrahlen auf der menschlichen Haut kann beispielsweise zu Hautkrebs führen.

Zudem kann es durch zu viel Sonne, zu viel Wärme und zu wenig Wasser zu Dürren kommen, die zum Sterben der Pflanzen führen.

Weil die Sonne für das Leben auf der Erde so wichtig ist, wird ihr ein besonderes Forschungsinteresse entgegengebracht.

Der heiße Stern wird heute von Experten 24 Stunden täglich von verschiedenen Satelliten im All und ...

... von Observatorien auf der Erde beobachtet.

Das Interesse an der Sonne ist uralt. Das älteste Sonnenobservatorium in Goseck (Sachsen-Anhalt) wird auf 7000 Jahre geschätzt.

Erst durch die Satelliten im All ist es möglich geworden, dass Forscher auch die Rückseite der Sonne betrachten können ...

... und spektakuläre Bilder dieser Art entstehen.

Durch die jahrhundertelangen Beobachtungen konnte eine sich ständig wechselnde Sonnenaktivität festgestellt werden.

Experten gehen davon aus, dass die wechselnde Zahl der Sonnenflecken direkt mit der Aktivität der Sonne in Verbindung steht und diese in einem Zyklus von ungefähr 11 Jahren wechseln.

Das nächste Maximum der Sonnenaktivität wird 2012 erwartet.

Es wird sogar angenommen, dass die Sonnenaktivität einen Einfluss auf den Klimawandel haben könnte, allerdings nur in einem einstelligen Prozentbereich.

Experten nehmen an, dass die Sonne bereits seit mehr als 4 Milliarden Jahren auf die Erde scheint.

Die Sonne wird voraussichtlich 10 Milliarden Jahre alt, bevor ihr Energievorrat aufgebraucht ist.

Dann soll sie zu einem Roten Riesen mit gigantischen Ausmaßen werden und nach weiteren drei Milliarden Jahren zu einem Weißen Zwerg, der die Größe der Erde haben könnte.

Für die Erde mit ihrem stark angeschlagenen Gesundheitszustand ist die prognostizierte Entwicklung der Sonne unerheblich.

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