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Donnerstag, 02. August 2018

Einbußen bei der Erntebilanz: Landwirte warten sehnlichst auf den nächsten Regen

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Dürre, Hitze und Trockenheit. Besonders die Landwirte leiden unter den extremen Temperaturen der letzten Wochen. Sie blicken besorgt auf die verdorrten Felder. (Foto: picture alliance/dpa)

Dürre, Hitze und Trockenheit. Besonders die Landwirte leiden unter den extremen Temperaturen der letzten Wochen. Sie blicken besorgt auf die verdorrten Felder.

Dürre, Hitze und Trockenheit. Besonders die Landwirte leiden unter den extremen Temperaturen der letzten Wochen. Sie blicken besorgt auf die verdorrten Felder.

Um fünf Millionen Tonnen korrigiert der Deutsche Bauernverband seine Getreideprognose nach unten. Die Landwirte sind alarmiert ...

... und rufen nach Unterstützung. Nothilfen von einer Milliarde Euro sollen den Bauern möglichst schnell unter die Arme greifen.

Wegen geringer Ertragsaussichten und Sorgen um eine ausreichende Futterversorgung haben einige Betriebe ihr Getreide bereits gehäckselt.

Auch bei Mais zeichnen sich Einbußen ab.

Vor möglichen Hilfen will Landwirtschaftsministerin Klöckner allerdings die für Ende August erwartete Erntebilanz abwarten.

Klöckner erkennt aber ausdrücklich an, dass es bei den Hilfen um "eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe" gehe.

Dem Bauernverband dauert das alles allerdings viel zu lange.

Verbandspräsident Joachim Rukwied weist darauf hin, dass viele Landwirte im Vergleich zu den vergangenen drei Jahren ...

... "einen durchschnittlichen Ernteausfall von mehr als 30 Prozent zu beklagen haben".

Für Hilfsmaßnahmen bei Extremwetterereignissen sind normalerweise die Länder zuständig, ...

... bei Ereignissen von nationalem Ausmaß kann aber auch der Bund Hilfen leisten sowie möglicherweise die EU.

Zuletzt war das 2003 wegen einer Dürre der Fall.

Doch nicht nur Landwirte leiden unter der Trockenheit - auch Viehhalter. Auf ihren Feldern wächst kaum noch Futter.

Die Mäster und Milchbauern sind auf Zukäufe angewiesen, was zu einer Umkehr der üblichen Verhältnisse auf dem Markt für Brot- und Futterweizen führt.

Denn üblicherweise ist der qualitativ hochwertige Brotweizen teurer als der Futterweizen.

Die Dürre wird bei den Landwirten in Deutschland nach Schätzungen der Versicherungsbranche Schäden von mindestens zwei Milliarden Euro anrichten.

"Die pauschale Milliardenforderung vom Bauernverband ist eine reine Lobbyforderung", sagt der Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Anton Hofreiter.

Hilfen sollen lieber an konkrete Bedingungen geknüpft werden.

"Wir müssen endlich umsteuern hin zu einer umweltfreundlichen und klimaangepassten Landwirtschaft", sagt Hofreiter.

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