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Dienstag, 14. November 2017

Die Lage in Karten: Wie der IS sein Kalifat verlor

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Seine größten Geländegewinne konnte der IS Im Osten Syriens und im Nordwesten des Irak verzeichnen. Bis 2015 eroberte die Terrororganisation hier ein Gebiet, das etwa halb so groß war wie Italien. Die folgende Dokumentation des Verlusts dieser Gebiete vollzieht sich innerhalb des roten Rechtecks.

Seine größten Geländegewinne konnte der IS Im Osten Syriens und im Nordwesten des Irak verzeichnen. Bis 2015 eroberte die Terrororganisation hier ein Gebiet, das etwa halb so groß war wie Italien. Die folgende Dokumentation des Verlusts dieser Gebiete vollzieht sich innerhalb des roten Rechtecks.

Seine größten Geländegewinne konnte der IS Im Osten Syriens und im Nordwesten des Irak verzeichnen. Bis 2015 eroberte die Terrororganisation hier ein Gebiet, das etwa halb so groß war wie Italien. Die folgende Dokumentation des Verlusts dieser Gebiete vollzieht sich innerhalb des roten Rechtecks.

Graue Gebiete werden vom IS kontrolliert, rote Zonen von staatlichen Armeen, also der syrischen oder der irakischen Armee. Gelbe Gebiete sind unter Kontrolle der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), ein von Kurden angeführtes Bündnis. Grüne Zonen sind unter Kontrolle der Rebellen. Die Seite ualivemap.com dokumentiert die Frontverläufe. Ihre Angaben gelten als verhältnismäßig verlässlich.

Die ungefähre Lage in Syrien und dem Irak am 16. November 2016: Die Offensive auf Mossul hat begonnen (rechter Kreis), erste Vororte der Millionenstadt konnten von der irakischen Armee befreit werden. Im Norden Syriens (linker Kreis) hat die türkische Armee im Rahmen der Operation "Euphrates Shield" eine Pufferzone zum IS-Gebiet aufgebaut.

Knapp einen Monat später gelingt dem IS eine seiner letzten erfolgreichen Großoffensiven: Die Islamisten vertreiben syrische und russische Truppen aus Palmyra (linker Kreis). Der IS war zuvor, im März 2016, aus Palmyra vertrieben worden. In Mossul wurden werden weitere Stadtteile befreit und das Gebiet um die Stadt großräumig eingekesselt (rechter Kreis).

Am 19. Januar 2017 ist der Ostteil Mossuls (rechter Kreis) fast vollständig befreit. Syrische und russische Truppen nähern sich erneut Palmyra (Kreis links unten). Und Al-Bab, eine IS-Hochburg im Norden Syriens steht vor dem Fall (Kreis links oben).

Drei Monate später haben syrische und russische Soldaten Palmyra und umliegende Gebiete zurückerobert (Kreis links unten). Von Aleppo aus (Kreis links oben) sind syrische Truppen bis an den Euphrat vorgerückt. Die irakische Armee hat einen engen Belagerungsring um Mossul gelegt und die Hälfte des Westteils der Stadt zurückerobert (rechter Kreis).

Am 21. Juni 2017 haben syrische und russische Soldaten weitere Gebiete um Palmyra eingenommen (Kreis links unten). SDF-Truppen haben sich bis auf wenige Kilometer der IS-"Hauptstadt" Rakka genähert (Kreis links oben). In Mossul (rechter Kreis) haben irakische Truppen die komplette Stadt mit Ausnahme der Altstadt eingenommen.

Am 31. Juli 2017 ist Mossul (Kreis rechts) bereits befreit. Kurdische Truppen haben den Belagerungsring um Rakka geschlossen, südlich davon nähern sich syrische Truppen der vom IS belagerten Stadt Deir Ezzor (Kreis oben links). Auf einer zweiten Achse nähern sich syrische und russische Truppen der Stadt von Südwesten aus (Kreis unten links).

Am 31. August 2017 wird der IS von irakischen Truppen aus Tal Afar vertrieben (Kreis rechts). Westlich von Deir Ezzor macht die syrische Armee schnell Geländegewinne (großer Kreis rechts). Rakka wird weiterhin belagert (kleiner Kreis).

Nur knapp eine Woche später bricht die syrische Armee die Belagerung von Deir Ezzor (Kreis unten). Fast drei Jahre lang wurde die Stadt vom IS belagert. Rakka (Kreis oben) ist zur Hälfte befreit.

Am 17. Oktober 2017 werden die letzten IS-Kämpfer in Rakka besiegt (linker Kreis). Am Euphrat rücken syrische Truppen weiter in Richtung Süden vor. Auf der östlichen Seite des Euphrat ziehen SDF-Kämpfer weiter in Richtung Süden (Kreis Mitte). In der irakischen Provinz Kirkuk wird eines der letzten Rückzugsgebiete des IS befreit (Kreis rechts).

Die Lage am 13. November 2017: Das Kerngebiet des IS ist etwa auf den Bereich des Kreises zusammengeschrumpft. Gebiete östlich und westlich davon sind größtenteils unbewohnte Wüstenregionen. Das besiedelte Gebiet, das der IS jetzt noch im Euphrattal kontrolliert, beschränkt sich auf eine Länge von rund 70 Kilometern und umfasst etwa zwei Dutzend Ortschaften.

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