Der wegen Betruges angeklagte Unternehmer Lars Windhorst hat das Berliner Landgericht als freier Mann verlassen. Das Verfahren gegen den 33-Jährigen, der außerdem wegen Untreue und Insolvenzverschleppung angeklagt war, wurde vorläufig eingestellt.Bild 1 von 13 | Foto: picture-alliance/ dpaWindhorst muss in den kommenden sechs Monaten an den von ihm Geschädigten 2,5 Millionen Euro und an die Staatskasse eine Buße von einer Million Euro zahlen.Bild 2 von 13 | Foto: picture-alliance / dpaLeistet er diesen Auflagen Folge, will das Berliner Landgericht Windhorst Mitte kommenden Jahres wegen des Vorwurfs der Untreue zu einer einjährigen Bewährungsstrafe und zu einer Geldstrafe in Höhe eines Jahresnettoeinkommens verurteilen. Der Vorwurf der Insolvenzverschleppung soll im gleichen Zug eingestellt werden.Bild 3 von 13 | Foto: picture-alliance / dpaIn den 90er Jahren hatte Windhorst für Aufsehen gesorgt, als er den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl auf einer Asienreise begleitet hatte. Kohl präsentierte den jungen Mann gerne als Beispiel für DAS jugendliche Wirtschaftstalent.Bild 4 von 13 | Foto: dpaZwischenzeitlich stieg er als Geschäftsführer einer Investment-Firma groß bei Air Berlin ein.Bild 5 von 13 | Foto: picture-alliance/ dpaIn die Schlagzeilen geriet er nochmal, nachdem er einen Unfall mit einem Flugzeug überlebt hatte und in einer Klinik der kasachischen Hauptstadt Almaty behandelt wurde.Bild 6 von 13 | Foto: REUTERSVon einer Gefängnisstrafe bleibt der 33-Jährige mit dem Urteil nun voraussichtlich verschont.Bild 7 von 13 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebVor Gericht stand er wegen eines Kredits über rund 10 Millionen Euro. Diesen hatte Windhorst unter Angabe nicht vorhandener Sicherheiten von dem Unternehmer Ulrich Marseille erhalten und nicht abgezahlt.Bild 8 von 13 Da Windhorst geständig war und sich reuig zeigte, wandte das Gericht die seit Sommer mögliche Verständigung im Strafverfahren an.Bild 9 von 13 | Foto: ASSOCIATED PRESSOberstaatsanwalt Frank Thiel begründete die Einigung damit, dass auch der geschädigte Unternehmer Marseille kein weiteres Interesse an einer Strafverfolgung gezeigt habe.Bild 10 von 13 Marseille erhielt bisher rund fünf Millionen Euro zurück und erwartet jetzt noch einmal 2,5 Millionen Euro.Bild 11 von 13 Thiel sagte, außerdem sei der Fall im internationalen Finanzwesen angesiedelt, was jahrelange Untersuchungen nach sich gezogen hätte, so dass eine Verständigung sinnvoll gewesen sei.Bild 12 von 13 | Foto: dpaWindhorst zeigte sich nach dem Urteil erleichtert. "Endlich sind die Vorwürfe aus der Welt und ein Kapitel geht zu Ende, das mich persönlich sehr belastet hat", sagte er beim Verlassen des Gerichtssaals. Nun könne er das neue Jahr ohne Beschuldigungen beginnen.Bild 13 von 13