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Dienstag, 20. März 2018

Breitmaulnashorn Sudan ist tot: Der letzte Bulle musste gehen

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Auf seinen Schultern lagen alle Hoffnungen. (Foto: AP)

Auf seinen Schultern lagen alle Hoffnungen.

Auf seinen Schultern lagen alle Hoffnungen.

Nun ist der letzte Nördliche Breitmaulnashornbulle tot.

Das 1973 im damaligen Sudan (dem heutigen Südsudan) geborene Tier, das nach seinem Geburtsland benannt wurde, litt zum Schluss unter mehreren Infektionen und konnte nicht mehr stehen.

Sudan musste deshalb am 19. März 2018 von seinen Beschwerden erlöst werden, schreibt das Tierschutzreservat Ol Pejeta im Laikipia-Nationalpark ...

... in dem Sudan bis zuletzt lebte.

Der Bulle wurde 2009 in das Reservat in Kenia gebracht.

Mit ihm wurden drei weitere Tiere, die auch als nördliche weiße Nashörner bezeichnet werden, vom Zoo Dvůr Králové in Tschechien nach Kenia transportiert.

Die Umsiedlung sollte die Paarungsbereitschaft der Tiere erhöhen.

So sollte auf natürliche Art und Weise der Fortbestand der bereits stark dezimierten Unterart erhalten bleiben.

Doch der Plan ging nicht auf. Nach und nach starben die Tiere im Reservat. Sie wurden auf dem Nashorn-Friedhof von Ol Pejeta beerdigt.

Mit dem Tod der beiden männlichen Tiere Suni und Angalifu 2014 war Sudan nun der letzte Bulle seiner Art.

Er wurde daraufhin kurzerhand zum "begehrtesten Junggesellen der Welt" erklärt und bekam auf Tinder ein eigenes Profil.

Die Aktion brachte große Aufmerksamkeit für das Tier. Zudem konnten 85.000 Dollar an Spenden eingesammelt werden.

Die Lust bei Sudan konnte jedoch auch dadurch nicht gesteigert werden.

Kein Wunder, war das Tier, das 1973 geboren wurde, doch bereits im Greisenalter.

Nach einer Reihe von Tests stand bereits seit 2015 fest, dass Sudan keine Nachkommen mehr zeugen kann.

Der berühmte Bulle hinterlässt seine Tochter Najin und seine Enkelin Fatu im Nationalpark in Kenia.

Die beiden sind die letzten zwei bekannten Exemplare der Nördlichen Breitmaulnashörner.

Sudan wurde 45 Jahre alt. Das sind ungefähr 90 Menschenjahre.

Mit dem Tod des letzten Bullen ist auch die Hoffnung, auf natürliche Art das Nördliche Breitmaulnashorn auf der Erde zu erhalten, erloschen.

Forscher wollen die Art dennoch retten.

Geplant ist, künstlich befruchtete Eizellen von Kühen der Südlichen Breitmaulnashörner austragen zu lassen. Ob dieser Plan der Nachzucht gelingt und so die Art doch noch erhalten werden kann, bleibt abzuwarten.

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