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Dienstag, 12. Dezember 2017

Ausdauerläufer und Kälteprofis: Rentiere: Da staunt der Weihnachtsmann

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Na, haben Sie auch schon wieder diesen Ohrwurm?  "Rudolph the red-nosed Reindeer, tada dada da da daaa ..." Spätestens jetzt haben Sie ihn. Es ist eben ... (Foto: imago/United Archives)

Na, haben Sie auch schon wieder diesen Ohrwurm? "Rudolph the red-nosed Reindeer, tada dada da da daaa ..." Spätestens jetzt haben Sie ihn. Es ist eben ...

Na, haben Sie auch schon wieder diesen Ohrwurm? "Rudolph the red-nosed Reindeer, tada dada da da daaa ..." Spätestens jetzt haben Sie ihn. Es ist eben ...

... Rentierzeit - sogar am Strand von Kalifornien. Wenn nicht gerade der Weihnachtsmann dort aufkreuzt, gibt es da allerdings keine Rentiere mehr. Das war nur in der letzten Kaltzeit anders und die ist gut 10.000 Jahre her. Damals drang die Hirschart mit den schneetauglichen Hufen bis zum heutigen Mexiko vor. Heute sind ...

... Rentiere üblicherweise im hohen Norden zu Hause. In dieser Grafik sind ihre Verbreitungsgebiete rot und grün gekennzeichnet. Farblich unterschieden wird nur, weil die Rentiere in Nordamerika Karibus heißen. Doch hier wie da ...

... gehören sie zu den am weitesten im Norden lebenden Großsäugern. Selbst Temperaturen von ...

... minus 60 Grad Celsius können ihnen nichts anhaben. Das ist eine ihrer vielen besonderen Eigenschaften: Rentiere halten mehr Kälte aus als jedes andere Nutztier. Jawohl, Nutztier. Denn Rentiere - eine weitere Besonderheit - sind ...

... die einzige Hirschart, die domestiziert wurde. Und davon profitiert nicht nur der Weihnachtsmann! Auch bei den Samen und Finnen sowie in Nordrussland weiß man es zu schätzen, dass ...

... Rentiere schwere Lasten tragen und ziehen können. Außerdem liefern sie ...

... Felle, Fett, Fleisch und Milch.

Rentiere leben im Sommer in der polaren Tundra (der Kältesteppe) und im ...

... Winter in der Taiga, den nördlichsten Nadelwäldern. Sie ernähren sich von Moosen, Flechten und Gräsern, die sie ...

... mit ihren Hufen auch unter dem Schnee ausgraben. Um dem ...

... arktischen Winter zu entkommen, unternehmen die Tiere ...

... äh, nein, soweit man weiß wohl keine Langstreckenflüge um die ganze Welt, aber durchaus ...

... große Wanderungen. Wirklich große. Manche Rentiere wandern bis zu 5000 Kilometer im Jahr. Noch so eine Besonderheit, denn das macht ihnen so schnell niemand nach. Andere Landsäugetiere jedenfalls nicht. Bei diesen ...

... jahreszeitlichen Wanderungen sind die Tiere in riesigen Herden unterwegs. Da kommen schon mal mehrere Hunderttausend Artgenossen zusammen. In Alaska hat man ...

... eine Herde mit rund 500.000 Karibus gesichtet, im Osten Kanadas machten sich in den 1980er-Jahren sogar rund 900.000 Tiere gemeinsam auf den Weg. Bis 2011 allerdings war die Herde auf 70.000 Karibus geschrumpft. Nach den ...

... Wanderungen sind die Herden grundsätzlich deutlich kleiner: Nur noch 10 bis 100 Tiere gehören dann dazu. Während in Nordamerika sehr viele wilde Rentiere leben, sind die im ...

... skandinavischen und russischen Norden überwiegend domestiziert. Doch auch dann gehen die Rentiere zum Teil auf Wanderschaft. Und der Mensch ...

... folgt ihnen.

Ihren natürlichen Feinden entkommen gesunde Rentiere meistens. Es sind Wölfe, Luchse, Bären und ...

... Vielfraße. (Ja, die gibt es tatsächlich auch in freier Wildbahn. Nicht nur zu Hause am Küchentisch.)

Und Rentiere sind - Achtung, wieder eine Besonderheit! - die einzige Hirschart, bei der nicht nur die Männchen, sondern auch ...

... die Weibchen ein Geweih tragen. Es sieht bei jedem Tier anders aus und ist immer ...

... unregelmäßig und asymmetrisch. Manchmal dient es zum Eindruckschinden, manchmal zum ...

... Kampf. Die Männchen werfen ihren Kopfschmuck ...

... Anfang Dezember ab (hier unschwer an Rudolph zu erkennen).

Die Weibchen verlieren ihr Geweih erst im Frühjahr. Es wächst dann nach: Tag für Tag können bis zu zwei Zentimeter hinzukommen. In dieser Zeit ...

... sind die Geweihe von einer durchbluteten Schicht umgeben, die aussieht wie Samt. Wenn sie sich paaren, haben Männchen wie Weibchen ...

... ihre Geweihe noch. Es ist Oktober, wenn die Männchen versuchen, sich einen Harem zuzulegen.

Im Mai oder Juni bringen die Weibchen dann jeweils ein Junges zur Welt. Bereits eine Stunde ...

... nach der Geburt können die Kleinen laufen. Kommt ihnen weder ...

... der Mensch noch ...

... Züge, ...

... ein Auto oder ein Raubtier in die Quere, können Rentiere ...

... 12 bis 15 Jahre alt werden, manchmal auch mehr als 20.

Und wie ist das jetzt eigentlich mit der roten Nase? Ha, die haben einige von ihnen tatsächlich - nicht nur im Film und auf dem Verkehrsschild.

Sehen Sie? Wie Forscher 2012 herausfanden und im British Medical Journal veröffentlichten, sind die Nasen der Rentiere von einer Vielzahl feiner Äderchen durchzogen, um sie warm zu halten.

So können die Tiere die eingeatmete Luft um 70 bis 80 Grad erwärmen, bevor sie die Lunge erreicht. Wer hätte das gedacht? Da ...

... staunt sogar der Weihnachtsmann. (asc)

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