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Baden-Württemberg Kaum Bewegung bei den Corona-Werten in Baden-Württemberg

Ein Abstrich für das Testverfahren auf das Coronavirus. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild)

Stuttgart (dpa/lsw) - Die für weitere Einschränkungen wichtigen Corona-Werte sind am Sonntag in Baden-Württemberg stabil geblieben. Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg ging nach Angaben des Landesgesundheitsamtes (LGA) minimal zurück um einen Fall. Sie blieb am Samstag aber mit 220 Covid-19-Erkrankten (Stand 16.00 Uhr) weiter unter der Marke von 250, die für das Ausrufen der sogenannten Warnstufe mit strengeren Regeln vor allem für Ungeimpfte wichtig ist.

Allerdings warnt das Sozialministerium bereits seit längerem davor, dass dieser Wert im Laufe der kommenden Tage erreicht werden könnte. Wird die 250 an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen erreicht oder überschritten, treten die strengeren Maßnahmen landesweit in Kraft.

Dann würden wieder Kontaktbeschränkungen gelten: Ein Haushalt dürfte sich nur noch mit fünf weiteren Personen treffen. Ausgenommen davon wären Genesene und Geimpfte, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und Menschen, die sich zum Beispiel aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Zudem müssten Menschen, die weder gegen das Virus geimpft noch von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind, in vielen Bereichen negative PCR-Tests vorweisen.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag am Samstag weiter stabil bei 3,4, dem Wert vom Vortag. Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen. Liegt sie an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen bei 8,0 oder darüber, ist das ebenfalls ein Kriterium für die Corona-Warnstufe. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen liegt allerdings in der Regel aber höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Die noch schärfere Alarmstufe wird ausgerufen, wenn die Hospitalisierungsinzidenz an fünf Werktagen in Folge den Wert von 12,0 erreicht oder überschreitet oder die Auslastung der Intensivbetten in Baden-Württemberg an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen bei 390 oder mehr liegt. Samstage gelten nicht als Werktag im Sinne der baden-württembergischen Corona-Verordnung.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen legt dagegen weiter stärker zu und erreichte am Sonntag den Wert von 142,5 nach 136,1 am Vortag. Das ist deutlich mehr als die bundesweite Corona-Inzidenz, die am Sonntag erstmals seit Mai wieder klar dreistellig wurde und den Wert von 106,3 erreichte. Zum Vergleich: Am Sonntag der vergangenen Woche lag die Inzidenz im Südwesten noch bei 98,4. Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 1209 auf 614 242. Im Zusammenhang mit dem Virus sind 10 891 Menschen im Südwesten gestorben - das sind fünf mehr als am Vortag.

© dpa-infocom, dpa:211024-99-719054/2

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