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Baden-Württemberg Schwelling und Haggenmüller: Doppelspitze der Südwest-Grünen

Lena Schwelling und Pascal Haggenmüller stehen nach ihrer Wahl zum Landesvorsitz auf der Bühne. Foto: Marijan Murat/dpa

(Foto: Marijan Murat/dpa)

Die Südwest-Grünen wollen sich von ihrem Übervater emanzipieren und sich so langsam auf eine Zukunft ohne Kretschmann vorbereiten. Die neue junge Führung wird sich intensiv mit der Frage der Nachfolge beschäftigen müssen. Aber erstmal muss sie gewählt werden.

Heidenheim (dpa/lsw) - Lena Schwelling und Pascal Haggenmüller führen künftig die grüne Regierungspartei in Baden-Württemberg. Die 29 Jahre alte frühere Sprecherin der Grünen Jugend erhielt am Samstag beim Landesparteitag in Heidenheim ein deutlich schwächeres Ergebnis als der 33 Jahre alte Haggenmüller aus dem Kreisverband Karlsruhe. Schwelling kam auf 77,8 Prozent, Haggenmüller erreichte 89,5 Prozent. Beide hatten keine Gegenkandidaten. Es wurde online abgestimmt, weil die meisten Delegierten wegen der Corona-Pandemie nur am Bildschirm dabei waren.

Schwelling erhielt bei 212 abgegebenen Stimmen 165 Ja-Stimmen, 32 Delegierte votierten mit Nein, 15 enthielten sich. Schwelling gehört zum Realo-Flügel der Partei und wird Nachfolgerin von Sandra Detzer, die in den Bundestag gewählt wurde. Schwellings Partner in der Doppelspitze, Haggenmüller, schnitt deutlich besser ab. Er gehört zum linken Flügel und kam bei 210 abgegebenen Stimmen auf 188 Ja-Stimmen, 16 Delegierte votierten mit Nein, 6 enthielten sich. Er folgt auf Oliver Hildenbrand, der die Landespartei über acht Jahre geführt hatte. Schwelling und Haggenmüller hatten in ihren Bewerbungsreden dafür geworben, die kommunale Basis der Partei zu verbreitern.

© dpa-infocom, dpa:211203-99-247654/4

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