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Berlin & Brandenburg Früherer DDR-Bürgerrechtler Reinhard Schult gestorben

Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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Berlin (dpa/bb) - Der frühere DDR-Bürgerrechtler Reinhard Schult (70) ist tot. Das teilte der Berliner Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Tom Sello, am Montagabend schriftlich mit. Auch die Robert-Havemann-Gesellschaft teilte dies auf ihrer Internetseite mit und bezeichnete ihn als einen der "wichtigsten Gegenstimmen in der DDR".

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) würdigte Schult am Montagabend als wichtigen Aktivisten der Friedens- und Menschenrechtsbewegung in der DDR. Schult war Mitbegründer der Bürgerbewegung Neues Forum und saß auch einige Jahre im Berliner Abgeordnetenhaus.

Der Berliner Aufarbeitungsbeauftragte teilte mit, Schult sei am vergangenen Wochenende kurz nach seinem 70. Geburtstag nach langer schwerer Krankheit gestorben. Er trauere um einen guten Freund, langjährigen Mitstreiter in der Oppositionsbewegung der DDR und einen unvergessenen ehemaligen Kollegen. "Reinhard Schult war einer der profiliertesten Systemkritiker der späten DDR und einer der engagiertesten Akteure der Friedlichen Revolution", erklärte Sello. "Dass wir heute die Stasi-Akten einsehen können, haben wir auch ihm zu verdanken."

Schult lebte laut brandenburgischer Staatskanzlei in der Nähe von Bernau und war für sein außerordentliches Engagement vor, während und nach der Friedlichen Revolution 2014 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Brandenburgs Regierungschef Woidke: "Ohne engagierte Menschen wie Reinhard Schult hätte es die Friedliche Revolution nicht gegeben."

© dpa-infocom, dpa:210927-99-387134/2

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