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Berlin & Brandenburg Uckermark hat bundesweit wenigste Corona-Fälle

Die Testflüssigkeit eines Corona-Schnelltests wird ausgewertet. Foto: Soeren Stache/dpa/Symbolbild

(Foto: Soeren Stache/dpa/Symbolbild)

Nach langer Schließzeit können Brandenburger Hotels und Pensionen ab Freitag wieder Gäste empfangen. Und nicht nur die Buchungszahlen sind ein Grund zum Optimismus.

Potsdam (dpa/bb) - In Brandenburg stecken sich immer weniger Menschen mit dem Coronavirus an - die Uckermark verzeichnet derzeit sogar einen bundesweiten Rekord. Nach Daten des Robert Koch-Institus registrierte der Landkreis am Mittwoch mit 0,8 die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz in ganz Deutschland. Wegen der postiven Entwicklung treten an diesem Freitag (11.6.) weitere Lockerungen in Brandenburg in Kraft. Hotels und Pensionen dürfen wieder für Gäste öffnen. Die Tourismusbranche und die Gastronomie blicken optimistisch auf die kommenden Sommertage.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Infizierten pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, liegt landesweit bei 11,1, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch weiter mitteilte. Am Dienstag lag der Wert bei 12,9 und am Montag bei 13. Vor einer Woche betrug die Sieben-Tage-Inzidenz noch 20,5.

41 neue Corona-Fälle kamen am Mittwoch den Daten zufolge hinzu. Fünf neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung wurden landesweit registriert. 72 Patienten werden derzeit wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, von ihnen werden 28 intensivmedizinisch betreut, hiervon müssen 25 beatmet werden. Aktuell erkrankt oder infiziert sind geschätzt rund 1100 Menschen.

Seit Beginn der Impfkampagne haben im Land bereits 1,1 Millionen Menschen eine Erstimpfung erhalten. Rund 563 000 Menschen sind nach Angaben des Impflogistikstabes vollständig geimpft - etwa 22 Prozent der Bevölkerung. Insgesamt wurden bislang etwa 1,6 Millionen Impfungen verabreicht (Stand: 8. Juni).

Vom 11. Juni an sind private Übernachtungen in Hotels und Pensionen wieder möglich. Dabei müssen Gäste alle drei Tage einen negativen Corona-Test vorlegen. Nach Angaben des Branchenverbandes Dehoga ist die Buchungsnachfrage groß. "Nach den großen Stornierungswellen rollen die großen Reservierungswellen", sagte Dehoga-Präsident Olaf Schöpe der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Der Deutschlandtourismus werde auch in diesem Jahr wieder der Gewinner sein, weil viele Urlauber sich wahrscheinlich mit Fern-und Flugreisen noch etwas zurückhalten. Am 24. Juni starten die Sommerferien in Berlin und Brandenburg.

Auch Dieter Hütte, Geschäftsführer der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH (TMB), hofft auf einen erfolgreichen Sommer. "Die Hotels und Pensionen sind die Basis für viele Freizeitangebote und des touristischen Angebots in Brandenburg insgesamt", sagte er der dpa. Sie seien ideal für den Urlaub in Deutschland - als Ausgangsort für den Besuch spannender Orte und ideal für Familien, für Radfahrer, Wanderer und Wasserfans.

Die Landesregierung plant wegen der positiven Corona-Entwicklung weitere Lockerungen. Am kommenden Dienstag will das Kabinett über eine Umgangsverordnung entscheiden, die die bisherige Eindämmungsverordnung ablösen soll. Geplant ist etwa, dass die Testpflicht für Veranstaltungen im Freien und für die Außengastronomie dann komplett entfallen.

Positiv sei nach letzten Gesprächen mit der Politik, so Schöpe, dass die Meinung der Hotel- und Gaststättenbetreiber berücksichtigt wurde. "Wir hätten so manchens Missverständnis umschiffen können, wenn einiges besser kommuniziert worden wäre." Die Branche hätte sich schnellere Öffnungsschritte gewünscht. "Wir haben Opfer gebracht. Jetzt müssen wir uns schütteln und auf das konzentrieren, was vor uns liegt und das ist hoffentlich ein guter Saisonstart", so der Dehoga-Präsident. Was der Branche an Umsatz fehle, lasse sich nicht mehr aufholen. Dass die Politik nun bei den Überbrückungshilfen nachlegen wolle, sei aber eine gute Maßnahme.

© dpa-infocom, dpa:210609-99-920645/4

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