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Berlin & Brandenburg Urabstimmung: Streik bei Brandenburger Asklepios-Kliniken

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Fast drei Wochen nach Streikbeginn an den Berliner Krankenhäusern Charité und Vivantes zeigt sich die Gewerkschaft Verdi optimistisch. In einigen Bereichen gibt es schon eine Einigung.

Potsdam (dpa/bb) - In den drei Brandenburger Kliniken des Hamburger Asklepios-Konzerns hat am Dienstag die Urabstimmung über einen unbefristeten Streik begonnen. "Kollegen haben mir gesagt: Wir stimmen mit ja", sagte Verdi-Verhandlungsführer Ralf Franke. Das sei aber nur eine Momentaufnahme. Bislang seien knapp 300 Gewerkschaftsmitglieder aufgerufen, ihre Stimme beim Wahlvorstand in den Klinikin in Brandenburg/Havel, Lübben oder Teupitz abzugeben. Es gebe zurzeit etliche Eintritte, so dass sich die Zahl noch erhöhen werde. "Wir wollen einen fairen und angemessenen Tarifabschluss. Der Streik ist das letzte Mittel", sagte er.

75 Prozent der erreichbaren Verdi-Mitglieder müssen nach Gewerkschaftsangaben zustimmen, damit es zum unbefristeten Streik kommen kann. Die Stimmabgabe läuft bis zum 5. Oktober, 14.00 Uhr. Dann wird ausgezählt. Am 6. Oktober wird entschieden, wann und wo ein Streik beginnt.

Hintergrund ist das aus Sicht der Gewerkschaft nicht ausreichende Angebot der Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen. Verdi kritisiert, dass die Beschäftigten für die gleiche Arbeit teilweise bis zu 10.600 Euro weniger pro Jahr verdienten als Kollegen in den Hamburger Asklepios-Kliniken. Zuletzt hatten die Arbeitgeber Gehaltserhöhungen ab dem 1. April 2022 in zwei Schritten angeboten, was nach Verdi-Angaben nicht akzeptabel ist.

© dpa-infocom, dpa:210928-99-392899/5

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