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Berlin & Brandenburg Verbraucher wollen eher Importobst statt Brandenburger Äpfel

Hunderte Äpfel der Sorte Sunrise liegen in einer Großkiste im Laden eines Obstbaubetriebes.

(Foto: Daniel Schäfer/dpa-Zentralbild/)

Rietz-Neuendorf/Teltow (dpa/bb) - Trotz einer guten Apfelernte greifen Verbraucher nach Angaben des Gartenbauverbands Berlin-Brandenburg eher zu importiertem Obst. Sprecherin Sylvia Schießer sagte, der Trend gehe "gegen den deutschen Apfel hin zu ausländischer Ware". Als Grund dafür sieht sie, dass importierte Ware wegen höherer Qualitätsansprüche in der deutschen Produktion oft günstiger sei.

Hinzu kämen steigende Kosten wegen des Mindestlohns, höherer Energiepreise sowie teurerer Pflanzenschutzmittel und Dünger, sagte Steffen Aurich von der Firma Markendorfer Obst. Er sehe auch, dass Verbraucher insgesamt weniger Obst und Gemüse kauften, um wegen der wirtschaftlichen Lage Geld zu sparen.

Peter Skottki von der Mosterei Skottki kann noch keinen Trend erkennen, ob mehr oder weniger Leute ihre Äpfel zu ihm bringen, um daraus Saft machen zu lassen. Mit Blick auf die Energiekrise und sparende Verbraucher sorgt er sich aber: "Abgerechnet wird am Ende des Jahres." Skottki freut sich aber über das gute Apfeljahr. "Ich habe viele neue Kunden, die lieber was Selbstgemachtes haben wollen", sagte der Leiter des Familienbetriebs in Rietz-Neuendorf.

Quelle: dpa

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