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Hamburg & Schleswig-Holstein CDU gegen Corona-Auflagen für Geimpfte, SPD: Debatte zu früh

Christoph Ploß (CDU), Landesvorsitzender in Hamburg, schaut in die Kamera. Foto: Markus Scholz/dpa/Archivbild

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Hamburg (dpa/lno) - Hamburgs CDU hat ein Ende aller Corona-Auflagen für Geimpfte gefordert, sobald allen Hamburgerinnen und Hamburgern ein Impfangebot gemacht worden ist. "Alle Geimpften werden Einschränkungen von Grund- und Freiheitsrechten spätestens ab Herbst nicht länger akzeptieren. Für sie müssen die Einschränkungen spätestens dann fallen, wenn alle Hamburger ein Impfangebot erhalten haben", sagte Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß am Dienstag.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bürgerschaft, Dirk Kienscherf, hält eine Debatte über eine Aufhebung der Corona-Maßnahmen für Geimpfte durchaus für sinnvoll, allerdings nicht jetzt. "Mit der Delta-Variante gewinnt aktuell eine hochansteckende Form von Corona die Oberhand", sagte er. Regierungschefs wie Boris Johnson gingen ein hohes Risiko ein, wenn Schutzmechanismen wie die Maskenpflicht außer Kraft gesetzt würden. Vom 19. Juli an werde in Großbritannien zu sehen sein, wohin diese Entscheidung führe. "Daher sollten wir das Thema frühestens Mitte August beraten, wenn die Lage klar ist und fundierte Entscheidungen getroffen werden können", empfahl Kienscherf.

Ploß unterstützt zudem den Vorstoß des Vorsitzenden der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Dennis Thering, sogenannte Impfschwänzer mit einem Bußgeld zu belegen. "Impftermine einfach ohne Absage oder Angaben von Gründen fallen zu lassen, geht gar nicht", sagte der CDU-Chef. Um das Coronavirus zu besiegen und eine vierte Welle zu verhindern, sei eine Herdenimmunität nötig. "Dafür müssen wir die Impfquote erhöhen. Sich impfen zu lassen, ist auch ein Akt der Solidarität."

© dpa-infocom, dpa:210706-99-277243/3

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