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Hamburg & Schleswig-Holstein Frau stirbt in Keller: Totschlagsprozess gegen 23-Jährigen

Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

(Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild)

Hamburg (dpa/lno) - Weil er im Fahrradkeller eines Wohnhauses eine junge Frau getötet haben soll, muss sich ein 23 Jahre alter Mann von heute an vor dem Landgericht Hamburg verantworten. Dem Libyer wird vorgeworfen, das Opfer mit einer zuvor von ihm getragenen Jeanshose erstickt zu haben. Das Opfer soll der Anklageschrift zufolge vorher Drogen von dem Angeklagten Drogen erhalten und diese auch eingenommen haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte das Geschehen in ihrer Anklageschrift noch als Mord in Tateinheit mit Vergewaltigung in einem besonders schweren Fall bewertet. Das Gericht sah dafür nach vorläufiger Bewertung aufgrund der Aktenlage jedoch nicht hinreichend Beweise. Es sind nach Angaben des Gerichts acht Prozesstage geplant.

Die junge Frau war Mitte Januar 2021 leblos im Keller des Mehrfamilienhauses gefunden worden, in dem sie mit ihrer Familie lebte. Der Verdächtige selbst hatte zuvor die Rettungskräfte wegen einer verletzten Person gerufen und die Sanitäter schließlich auch in den Keller des Mehrfamilienhauses geführt, wie die Polizei damals mitteilte. Als die Rettungskräfte den Tod der Frau feststellten und daraufhin die Polizei riefen, ergriff der Mann die Flucht. Er wurde wenig später festgenommen.

© dpa-infocom, dpa:211017-99-630623/2

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