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Hamburg & Schleswig-Holstein Sturmböen sorgen im Norden für Verkehrsbehinderungen

Regentropfen fallen auf eine Fensterscheibe, durch die die Elbphilharmonie zu sehen ist. Foto: Axel Heimken/dpa/Archivbild

(Foto: Axel Heimken/dpa/Archivbild)

In Norddeutschland ist man viel Wind gewohnt. Ungemütlich wird der Sturm, wenn er orkanartig wird. Der Deutsche Wetterdienst warnt - und Polizei und Feuerwehr sind bereits vielerorts im Einsatz.

Hamburg/Kiel (dpa/lno) - Schwere Sturmböen haben am Mittwoch im Norden für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Vielerorts stürzten nach Polizeiangaben Äste oder Bäume auf Straßen. Zwischen Flensburg und Schleswig blockierte ein umgestürzter Baum am Mittwochnachmittag die Gleise der Regionalbahn von Flensburg nach Hamburg, wie die Bahn bei Twitter mitteilte. Ein Zug fiel auf der Teilstrecke aus. Reisende zwischen Flensburg und Schleswig wurden gebeten, auf einen späteren Zug auszuweichen. In Hamburg blockierte ein Baum auf den Gleisen der U3 zwischen Kellinghusenstraße und Saarlandstraße den Zugverkehr. Laut Hochbahn wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen und Taxen eingerichtet.

Die Hamburger Feuerwehr verzeichnete bis zum frühen Abend 36 Sturmeinsätze, die nach Angaben des Lagedienstes von heruntergefallenen Ästen über herumfliegende Planen bis zu umgestürzten Baugerüsten reichten. Die Lage sei überschaubar, hieß es. Verletzt worden sei niemand.

Auch die Polizei in Schleswig-Holstein berichtete von vielen Dutzend Sturmeinsätzen. Meist habe es sich um auf Straßen gefallene Äste, umgestürzte Bäume oder umgewehte Baustellenabsperrungen gehandelt, hieß es in den Leitstellen. Verletzte gab es nicht.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für die Nacht auf Donnerstag vor starkem Sturm vor allem an den Küsten von Nord- und Ostsee gewarnt. In der ersten Nachthälfte müsse an der Nordsee auch mit Orkanböen gerechnet werden; in der zweiten Nachthälfte über der Ostsee mit schweren Sturm- bis orkanartigen Böen.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) geht von einem bis zu 1,5 Meter höheren Wasserstand in der Nacht an der ostfriesischen Küste sowie im Weser- und Elbegebiet und von bis zu 75 Zentimetern an der nordfriesischen Küste aus. Von einer Sturmflut spricht man an der Nordseeküste, wenn das Hochwasser mehr als 1,5 Meter höher als normal aufläuft.

© dpa-infocom, dpa:211201-99-209564/3

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