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Hessen Agrarprojekt: Spätreifes Getreide soll Feldhamstern helfen

Strohballen liegen auf einem Feld.

(Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/ZB)

Kassel/Butzbach (dpa/lhe) - In einem landwirtschaftlichen Projekt in Hessen wollen Experten herausfinden, ob spätreife Weizensorten zur Erhalt des selten gewordenen Feldhamsters beitragen können. Wegen der Klimaveränderung werde Getreide zunehmend früher geerntet, wodurch Feldhamster nur schwer ausreichend Nahrung fänden, teilten der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen und die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Umweltschutz am Dienstag mit. Oft überlebe daher der zweite Wurf an Jungtieren nicht mehr, der für den Erhalt der Population aber wichtig sei. Ein zweites Problem: Ist das Getreidefeld abgeerntet, werden die Hamster leicht zur Beute von Greifvögeln oder anderen Raubtieren.

Auf dem Feld eines Landwirts in Butzbach im Wetteraukreis wurden 13 Weizensorten in mehreren Streifen angebaut, die zwischen Ende Juli und Anfang Oktober zu drei verschiedenen Zeitpunkten geerntet werden. "Im Labor wird untersucht, wie sich eine spätere Ernte auf den Ertrag aber auch auf die Qualität auswirkt." Dies könne auch dazu beitragen, dass die Feldhamster genügend Nahrung für ihren Nachwuchs finden. Das in diesem Jahr angelaufene Projekt ist auf insgesamt drei Jahre angelegt.

Quelle: dpa

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