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Mecklenburg-Vorpommern Ortung von Kühen: Sozialverhalten soll untersucht werden

Eine Kuh im Kuhstall. Foto: Stefan Sauer/dpa/Archivbild

(Foto: Stefan Sauer/dpa/Archivbild)

Nicht nur Menschen tracken ihre Aktivität mit Sensoren. Auch Nutztiere können so überwacht werden. Ortungssysteme sollen künftig Aufschluss über die Freundschaften von Milchkühen geben.

Dummerstorf (dpa/mv) - Wissenschaftler des Instituts für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf bei Rostock haben nach eigenen Angaben ein System zur Ortung von Nutztieren verbessert. Sie wollten es künftig auch dazu nutzen, das Sozialverhalten von Milchkühen zu analysieren, teilte das FBN am Freitag mit. "Wenn wir herausfinden, welche Milchkühe sich bevorzugt beieinander aufhalten, also enge "freundschaftliche" Beziehungen unterhalten, kann dies in der Zukunft beim Herdenmanagement berücksichtigt werden", wird Jan Langbein vom Institut für Verhaltensphysiologie am FBN zitiert. So könne man das Stresslevel der Tiere senken und die Gesundheit fördern.

Laut FBN konnten die Wissenschaftler die Genauigkeit eines Echtzeit-Ortungssystems verbessern. Das System bestehe aus Sensoren im Stall und speziellen Halsbändern, die die Kühe tragen. So könne etwa nachvollzogen werden, wo sich die Tiere bevorzugt aufhalten oder wie lange sie fressen. Zudem könne untersucht werden, wie lange sich bestimmte Tiere beieinander aufhalten. Die Verbesserung des Ortungssystems sei insbesondere für Untersuchungen des Sozialverhaltens von Bedeutung, hieß es. Das Projekt wurde laut FBN vom Bund gefördert, die Ergebnisse wurden im Fachjournal "Computers and Electronics in Agriculture" veröffentlicht.

© dpa-infocom, dpa:210813-99-826061/2

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