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Mecklenburg-Vorpommern "Pangea"-Festival als Modellprojekt erlaubt: 15.000 Besucher

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Mit 15 000 Menschen gemeinsam tanzen und feiern? Nur kurz nach dem Ende des Lockdowns? In Ribnitz-Damgarten wird das möglich - mit empirischer Begleitung.

Berlin (dpa/mv) - Mit Tausenden feiern nach monatelangem Kultur-Stillstand: Das "About you Pangea"-Festival in Ribnitz-Damgarten bei Rostock darf mit bis zu 15.000 Besuchern im August stattfinden - als Corona-Pilotprojekt. Nach Angaben der Veranstalter ist es die erste Großveranstaltung deutschlandweit, die eine offizielle Genehmigung erhalten hat. Andere Festivals waren für 2021 abgesagt worden - am Dienstag etwa das Heavy-Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken.

Das "Pangea"-Festival vom 19. bis 22. August wird empirisch begleitet - vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) und dem Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern. Es soll untersucht werden, wie auch zu Pandemiezeiten Großveranstaltungen möglich sein können - mit einem umfangreichem Hygiene- und Sicherheitskonzept.

Auf der Seite des Festivals heißt es: "Wir alle wollen feiern, tanzen, gemeinsam wieder die Lebenslust in Freiheit spüren, ganz unbefangen und unbeschwert. (...) Wir als Veranstalter hoffen, einen Schritt weiter zu gehen und zu beweisen, dass es Konzepte gibt, die Kultur wieder möglich machen."

Die Hygiene-Vorschriften: Festival-Teilnehmer, die noch nicht vollständig geimpft sind, müssen vor der Anreise einen PCR-Test machen. Am dritten Festivaltag wird dann ein weiterer PCR-Test auf dem Festivalgelände durchgeführt. Wer spätestens am 5. August seine letzte nötige Impfung erhalten hat, muss kurz vor oder bei der Ankunft einen Schnelltest machen.

Wer bei der Anreise positiv getestet wird, bekommt das Geld für das Ticket zurückerstattet. Eine Maskenpflicht besteht auf dem Festival nur am Einlass, in Test-Stationen und in geschlossenen Räumen.

"Tanzen ist erlaubt", heißt es weiter. "Und das so wir ihr wollt - zusammen, gemeinsam, eng an eng!" Natürlich gelte: Rücksicht und Achtsamkeit. "Wenn ihr euch nicht sicher fühlt, setzt die Maske auf oder nehmt ein bisschen Abstand."

Das Festival besteht aus Musik, Sport und Kultur. Musikalisch bewegte sich das Programm im vergangenen Jahr hauptsächlich in den Bereichen Elektro, Hip-Hop und Indie. 14.000 Besuchern waren zuletzt 2019 gekommen.

© dpa-infocom, dpa:210601-99-826652/3

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