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Mecklenburg-Vorpommern Plasma soll Korn vor Schädling schützen: Praxistest beginnt

Ein Landwirt bringt Saatgut in den Boden aus.

(Foto: Patrick Pleul/dpa/Symbolbild)

Neubrandenburg/Greifswald (dpa/mv) - Forschern aus Mecklenburg-Vorpommern ist es nach Angaben der zuständigen Einrichtungen im Laborversuch gelungen, Kornkäfer mit einem Luftplasma zu 99 Prozent aus gelagertem Getreide zu entfernen. Die Methode soll nun im Praxistest in Neubrandenburg erprobt werden, wie die Hochschule Neubrandenburg und das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP) Greifswald am Dienstag mitteilten. Kornkäfer sorgten weltweit für Millionenschäden bei eingelagertem Getreide.

Bei ihren Forschungen entwickelten die Wissenschaftler in eineinhalb Jahren ein Förderband mit Plasmaeinrichtung und einen drei Meter hohen Silo, wo das Korn ebenfalls von Plasmaluft umströmt werden kann. Dies soll nun über mehrere Monate hinweg unter Praxisbedingungen am Technologiezentrum in Neubrandenburg erprobt werden. Damit könne auch Pilzbefall stark reduziert werden.

Die beiden Einrichtungen arbeiten im Rahmen des Projekts "Physics for food - eine Region denkt um" zusammen. Mit Hilfe solcher neuer Methoden soll auch der Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln reduziert und die Getreideernte optimiert werden. Wirtschaftspartner ist der Hafen Vierow bei Greifswald. Kornkäfer könnten im Extremfall für einen Totalausfall der Ernte sorgen, da sie sich durch die Getreidehülle fressen und im Korn ihre Eier ablegen, so dass massenhaft Nachwuchs heranwachse.

Quelle: dpa

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