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Mecklenburg-Vorpommern Polizei treibt Steuer bei mutmaßlichem "Reichsbürger" ein

Blaulichter leuchten auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs. Foto: Carsten Rehder/dpa/Symbolbild

(Foto: Carsten Rehder/dpa/Symbolbild)

Stralsund (dpa/mv) - Polizei und Zoll haben in Vorpommern mit mehr als zehn Beamten Kraftfahrzeugsteuer bei einem säumigen und widerwilligen Autobesitzer eintreiben müssen. Gegen den 56-Jährigen aus einem Dorf bei Stralsund wird nun wegen Verdachts der Beleidigung und des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt, wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte. Der Einsatz bei dem Mann, der der Reichsbürgerszene zugerechnet wird, hatte am Montag für Aufsehen in dem Ort gesorgt.

Nach Angaben des Zolls hatte sich der 56-Jährige mehrfach geweigert, zu zahlen. Deshalb wurde Amtshilfe von drei Polizeidienststellen angefordert, die von einem Richter auch genehmigt worden war. Der Mann und dessen Frau hätten sich der Zahlung zunächst widersetzt. Zudem wurde auf dem Grundstück ein speerartige Waffe gefunden, die zunächst sichergestellt wurde. Am Ende habe die Frau die Forderung doch noch widerwillig beglichen, um so einer angedrohten Hausdurchsuchung zu entgehen. Verletzt wurde niemand, hieß es. Die sogenannten Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik als Staat nicht an.

© dpa-infocom, dpa:211130-99-203863/2

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