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Mecklenburg-Vorpommern SPD gewinnt Bundestagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

Das Logo der SPD ist zu sehen. Foto: Wolfgang Kumm/dpa/Archivbild

(Foto: Wolfgang Kumm/dpa/Archivbild)

Klarer Sieg bei der Landtagswahl - und auch bei der Bundestagswahl holt die SPD die meisten Zweitstimmen im Nordosten. Zudem gehen alle sechs Direktmandate an die Sozialdemokraten.

Schwerin (dpa/mv) - Die SPD hat auch bei der Bundestagswahl in Mecklenburg-Vorpommern die meisten Stimmen erhalten. Die Sozialdemokraten kamen nach dem am Montag von der Landeswahlleiterin veröffentlichten vorläufigen Ergebnis auf 29,1 Prozent der Stimmen. Die AfD rangiert mit 18,0 Prozent auf Platz zwei, die CDU mit 17,4 Prozent auf Platz drei. Dahinter folgen die Linke mit 11,1 Prozent, die FDP mit 8,2 Prozent und die Grünen mit 7,8 Prozent.

Die SPD-Kandidaten gewannen auch alle sechs Direktmandate für den Bundestag. Im Wahlkreis Mecklenburgische Seenplatte 1 - Vorpommern-Greifswald II setzte sich Erik von Malottki gegen Philipp Amthor (CDU) durch, der das Mandat bisher innehatte. Amthor landete nur auf Platz drei hinter dem Bewerber der AfD. Im bisherigen Wahlkreis der scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) setzte sich die 27 Jahre alte SPD-Politikerin Anna Kassautzki durch.

2017 hatte der damals 24-jährige Amthor das Direktmandat mit 31,2 Prozent gewonnen. In diesem Jahr ging er als Spitzenkandidat der CDU in Mecklenburg-Vorpommern in die Wahl. Somit wird Amthor höchstwahrscheinlich über die Landesliste in den Bundestag einziehen.

Im bisherigen Wahlkreis der scheidenden Kanzlerin erlitt die CDU eine bittere Niederlage: Erstmals nach mehr als 30 Jahren ging das Direktmandat im Wahlkreis 15 nicht an die Christdemokraten. Stattdessen zieht die SPD-Kandidatin Kassautzki mit 24,3 Prozent der Erststimmen für den Wahlkreis Vorpommern-Rügen - Vorpommern-Greifswald I in den Bundestag ein. Auf Platz zwei landete der CDU-Kandidat Georg Günther (33) mit 20,4 Prozent. Er lag damit nur knapp vor Leif-Erik Holm von der AfD (19,9 Prozent).

Die CDU verlor in diesem Wahlkreis im Vergleich zur vorigen Wahl mit Merkel bei den Erststimmen 23,6 Prozentpunkte. "Es ist schon bitter", kommentierte Günther das Ergebnis. Kassautzki sagte: "Ich fühle mich unfassbar geehrt." Die SPD konnte in dem Wahlkreis ihr Ergebnis bei den Erststimmen um 12,7 Punkte verbessern. "Es war eine Teamleistung, die wir da gebracht haben", so Kassautzki, die an der Universität Greifswald arbeitet.

© dpa-infocom, dpa:210927-99-377542/5

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