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Nordrhein-Westfalen 2020 weniger Inobhutnahmen von Kindern durch Jugendämter

Hand in Hand tanzen Kinder und Erzieherinnen bei einem Bewegungsspiel. Foto: Christian Charisius/dpa/Symbolbild

(Foto: Christian Charisius/dpa/Symbolbild)

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Zahl der Fälle von Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen durch Ämter ist 2020 in Nordrhein-Westfalen um 8,8 Prozent gesunken. Insgesamt habe es 12.308 solcher Schutzmaßnahmen gegeben, teilte das Statistische Landesamt am Mittwoch in Düsseldorf mit. Sie werden ergriffen, wenn zum Schutz der Minderjährigen schnell gehandelt werden muss. Mehr als die Hälfte der Betroffenen (56,2 Prozent) war 14 Jahre oder älter, die übrigen jünger. Gut die Hälfte der in Obhut Genommenen hatte einen Migrationshintergrund. In den meisten Fällen wurden die Minderjährigen in einer Jugendeinrichtung untergebracht.

Laut der Mitteilung war in mehr als einem Drittel der Fälle Überforderung der Eltern der Grund. In fast jedem fünften Fall wurden die Maßnahmen auf Wunsch der Minderjährigen eingeleitet. Mehr als die Hälfte ging von sozialen Diensten oder Jugendämtern aus.

© dpa-infocom, dpa:210630-99-202093/2

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