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Nordrhein-Westfalen In NRW wenige Blitzeinschläge im vergangenen Jahr

Ein Blitz hellt hinter dunklen Wolken auf. Foto: Fabian Sommer/dpa/Symbolbild

(Foto: Fabian Sommer/dpa/Symbolbild)

In diesem Jahr haben sich mehrere starke Unwetter über Nordrhein-Westfalen entladen und für schwere Schäden gesorgt. 2020 sah das anders aus, anderswo blitzte es deutlich häufiger.

München/Essen (dpa/lnw) - In Nordrhein-Westfalen ist im vergangenen Jahr vergleichsweise selten der Blitz eingeschlagen. Das geht aus Messungen des Blitz-Informationsdienstes von Siemens hervor. Der am Donnerstag veröffentlichte Blitz-Atlas 2020 weist für NRW 0,6 Blitzeinschläge pro Quadratkilometer aus. Bundesweiter Durchschnitt waren 1,1 Einschläge pro Quadratkilometer.

In NRW wurden knapp 20.000 Blitzeinschläge registriert, etwa 10.000 weniger als 2019. Bundesweit nahm dagegen die Zahl der Einschläge um 21 Prozent auf knapp 400.000 zu. Allerdings war 2019 ein ausgesprochen blitzarmes Jahr. Im laufenden Jahr ist das Wetter wieder deutlich blitzreicher. Bis Mitternacht am vergangenen Dienstag hatte es bereits fast so viele Blitze gegeben, wie im ganzen Jahr 2020.

Die Gewitterfronten seien im vergangenen Jahr vor allem über Nord- und Süddeutschland gezogen und hätten die Mitte Deutschlands geradezu ausgeklammert, sagte der Leiter des Blitz-Informationsdienstes von Siemens, Stephan Thern. "Dass die Spitzenreiter zunehmend im Norden zu finden sind, ist eine Entwicklung, die wir erst in den letzten Jahren beobachten", erläuterte er.

Deutsche Blitzhauptstadt ist Wolfsburg mit 5,8 Einschlägen pro Quadratkilometer. In NRW gab es den höchsten Wert in Bielefeld mit 1,1 Einschlägen. Essen rangiert mit 0,1 Einschlägen fast am Ende aller deutschen Städte und Kreise. Nur in Mainz, Bamberg und Coburg war die Quote noch geringer.

© dpa-infocom, dpa:210729-99-589647/2

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