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Nordrhein-Westfalen Neues vom Bau: Am Wochenende Tag der Architektur

Der Holzbau einer Kita mit gestuftem Dach wird beim Tag der Architektur vorgestellt. Foto: Caroline Seidel/dpa/Archivbild

(Foto: Caroline Seidel/dpa/Archivbild)

Ein Funktionsbau muss nicht alltäglich sein. Am Tag der Architektur rücken solche Ausnahmen ins Rampenlicht. Darunter sind dieses Mal in NRW ein Friseursalon, Studentenwohnheime, Uni-Institute und natürlich Schulen und viele Neubauten für Wohnungen.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Wohnhäuser, Büros, Kitas und Gebäude für die Wissenschaft: Am landesweiten Tag der Architektur am 26. und 27. Juni stehen neue Bauten im Mittelpunkt. Rund 120 Objekte in ganz Nordrhein-Westfalen stellen sich dann vor. Teilweise können sie unter Corona-Auflagen vor Ort besichtigt werden. Oft sind Architekten oder Bauherren anwesend und präsentieren die Gebäude, ihre Feinheiten und zuweilen originellen Lösungen. Auch Live-Begehungen per Stream sind dabei. Bis zu 20.000 Architektur-Fans kommen in normalen Jahren.

"Es ist ein Angebot zum Dialog", sagt Christof Rose, der Sprecher der Architektenkammer NRW in Düsseldorf, die den Tag der Architektur jährlich organisiert. Bauherren oder Architekten haben die Bauten zur Teilnahme angemeldet. Dabei zeigen sich gesellschaftliche Trends: Gerade in den vergangenen Jahren haben viele Universitäten neu gebaut oder saniert, etwa in Düsseldorf oder Aachen.

Da viele junge Leute studieren, werden überdies Studentenwohnheime gebraucht: In Bochum wird ein in Passivhaus-Standard errichteter Komplex für 258 Studierende vorgestellt. Durch Nutzung von Holzelementen wurde die Bauzeit verkürzt. Auch in Wuppertal wurde ein Restgrundstück in Uni-Nähe auf diese Weise nachhaltig bebaut.

Die meisten neuen Bauten haben eine Würfelform mit Flachdach - ob es nun Büro-, Schul- oder Wohngebäude sind. Auch wird oft Holz verwendet, wie in Bonn eine aus Modulelementen errichtete Kita zeigt. Ein Trend ist die Verdichtung bestehender Bauten, etwa durch das Aufstocken von Wohnhäusern. Oder es wird ein ungewöhnlicher Bauplatz genutzt - wie bei einem Einfamilienhauses auf einem extrem schmalen Grundstück in Rösrath bei Köln.

Dass Funktionsbauten nicht alltäglich sein müssen, zeigt ein kunterbuntes Stellwerk der Kölner Verkehrsbetriebe, auf dem das Flaggen-Alphabet abgebildet ist. In Bielefeld wiederum präsentiert sich ein Friseursalon in Schwarz und Holztönen, in Münster eine Karateschule, deren Atmosphäre an traditionelle japanische Häuser erinnert.

© dpa-infocom, dpa:210624-99-121590/2

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