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Rheinland-Pfalz & Saarland Betroffene von Flutkatastrophe aus dem Ahrtal demonstrieren

Kurz vor dem ersten Jahrestag der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal wollen Flutopfer in Mainz protestieren.

(Foto: Helmut Fricke/dpa)

Mainz (dpa/lrs) - Rund 350 Betroffene der Flutkatastrophe im Ahrtal haben am Samstag bei einer Demonstration in Mainz ihren Unmut kundgetan. Dabei gehe es vor allem um oftmals stockende Auszahlungen aus dem Wiederaufbaufonds und den beschlossenen Rückbau von Fluthilfe-Zentren im Ahrtal bis Ende Juli, sagten Initiatoren der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir kämpfen seit einem Jahr im Ahrtal. Wir wollen mehr Beachtung und eine schnelle Auszahlung durch die ISB", erklärte eine der Initiatorinnen, Iris Münn-Buschow. Betroffene, deren Häuser durch die Flut zerstört oder beschädigt wurden, können bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) Förderungen beantragen. Dieses Verfahren verlaufe aus Sicht der Demonstrierenden zu kompliziert und bürokratisch. Zudem gehe es ihnen um einen schnelleren Wiederaufbau.

Im Rahmen der Demonstration wurde ein Kranz in Gedenken an die 134 Todesopfer der Flut niedergelegt. Hinter dem Protest stehe eine überparteiliche Gruppe flutbetroffener Bürger aus dem Ahrtal. Die Demonstranten starteten Samstagmittag am Hauptbahnhof und zogen zum rheinland-pfälzischen Landtag. Dort hielten mehrere Betroffene Reden. Zudem hielt auch der Landtagsabgeordnete Horst Gies (CDU) eine Ansprache, wie die Organisatoren mitteilten. An der Demonstrationen beteiligten sich neben Betroffenen auch freiwillige Helfer, hieß es.

Bereits im Mai hatten rund 250 Betroffene der Flut in Bad Neuenahr-Ahrweiler unter anderem gegen eine aus ihrer Sicht schleppende Auszahlung von Geldern aus Wiederaufbaufonds protestiert.

Bei der etliche Meter hohen Sturzflut am 14. und 15. Juli 2021 nach extremem Regen waren im engen Ahrtal 134 Menschen getötet und mehr als 750 verletzt worden. Tausende Häuser wurden beschädigt oder zerstört, ebenso Straßen, Brücken und Schienen. Der Wiederaufbau zieht sich noch lange hin.

Quelle: dpa

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