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Rheinland-Pfalz & Saarland Unrat aus Katastrophengebiet wird weiter abtransportiert

Bagger reißen Teile einer durch die Flut zerstörte Brücke über der Ahr ab. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

(Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild)

Im Flutgebiet Ahrtal steht der Abtransport von Unrat weiter im Mittelpunkt. Der durch das Hochwasser entstandene Müll soll weg. So soll Platz entstehen und Gesundheitsgefahren eliminiert werden.

Bad Neuenahr-Ahrweiler (dpa/lrs) - Im Flutkatastrophengebiet Ahrtal steht am Montag weiter der Abtransport von Unrat und Müll im Mittelpunkt. Deshalb soll das Gebiet im Landkreis Ahrweiler erneut für den Individualverkehr gesperrt bleiben. Das bedeutet: Freiwillige Helfer mit Auto haben keinen Zugang, sie sollen laut der für den Einsatz zuständigen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Shuttlebusse nehmen, um anzureisen.

Am Samstag war der Verkehr im Ahrtal kollabiert. Damit Müllfahrzeuge freie Fahrt haben, wurde der Individualverkehr gestoppt. "Nur wenn der Unrat schnellstmöglicht aus den betroffenen Gebieten entfernt wird, können wir die Infrastruktur Stück für Stück wieder herstellen und mögliche Gesundheitsgefahren durch Müllablagerung eliminieren", hatte Florian Stadtfeld vom Polizeipräsidium Koblenz erklärt.

Die Polizei will auch die Übergriffe auf Helfer im Blick behalten: "Wir schützen alle Helferinnen und Helfer und werden nicht tolerieren, dass diese angegriffen oder angefeindet werden." Das Technische Hilfswerk (THW) hatte von Fällen berichtet, in denen Helfende beschimpft und ihre Fahrzeuge mit Müll beworfen worden waren. Mittlerweile lägen der Polizei dazu Informationen vor, denen man nachgehe.

Die Zahl der Todesopfer lag zuletzt unverändert bei 132. Etwas über die Hälfte der Flutopfer sei identifiziert. Auch die Zahl der Verletzten (766) und Vermissten (149) blieb konstant. Die Polizei kündigte an, mit einem neuen Ermittlungsansatz die Zahl der Vermissten möglicherweise bald drastisch zu senken.

© dpa-infocom, dpa:210724-99-511152/5

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