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Sachsen-Anhalt Bericht: Weniger junge Menschen im Arrest in Sachsen-Anhalt

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Halle (dpa/sa) - Die Zahl junger Menschen im Jugendarrest in Sachsen-Anhalt ist einem Medienbericht zufolge zurückgegangen. Die Zahl der Jugendlichen und Heranwachsenden im Arrest ist in den vergangenen fünf Jahren um mehr als die Hälfte gesunken, wie es in der "Mitteldeutschen Zeitung" (Dienstag) hieß. Die Zeitung berief sich dabei auf eine Antwort des Justizministeriums auf eine Anfrage der Linken-Landtagsfraktion.

Demnach kamen 2016 noch 517 jugendliche Straftäter und Schulschwänzer hinter Gitter, im vergangenen Jahr nur noch 208. "Eine belastbare Erklärung für die Entwicklung der Zahlen haben wir nicht", sagte ein Sprecher des Justizministeriums der Zeitung.

Insgesamt verzeichnete das Land demnach von 2016 bis 2020 rund 1700 junge Menschen im Jugendarrest. 83 Prozent der Jugendlichen und Heranwachsenden war männlich (rund 1400).

Jugendarrest ist die letzte Sanktionsmöglichkeit des Staates vor der Verhängung einer Jugendstrafe. Die Menschen verbringen dabei maximal vier Wochen in der Anstalt. Das Instrument Arrest sei grundsätzlich falsch, sagte die Vorsitzende der Linken-Landtagsfraktion, Eva von Angern, der Zeitung. "Wir brauchen ein früheres Eingreifen des Jugendamts. Prävention und Erziehung wären die richtigen Antworten auf Probleme."

© dpa-infocom, dpa:210802-99-673807/2

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