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Sachsen-Anhalt Theater der Altmark greift im Spielplan Krisen der Zeit auf

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Stendal (dpa/sa) - Das Theater der Altmark plant für die kommende Spielzeit 16 Premieren und greift dabei auch aktuelle Themen wie den Krieg in der Ukraine, den Klimawandel und die Corona-Pandemie auf. "Die Gegenwart war schon lange nicht mehr so unübersichtlich, die Zukunft scheint ungewiss", teilte das Theater am Sonntag in Stendal mit. Das Publikum sei eingeladen, die Ursachen dieser Krisen in der künstlerischen Auseinandersetzung nachzuvollziehen.

Zum Spielzeitauftakt bringt das Theater Shakespeares "Richard III." auf die Bühne. Im Januar wird das Justizdrama "Corpus Delicti" von Juli Zeh seine Premiere erleben - darin geht es um eine Diktatur im 21. Jahrhundert, in der die Gesundheit der Bürger oberste Priorität hat.

In Kooperation mit der Theatergruppe "Das Letzte Kleinod" wird außerdem das Stück "Amerikalinie" präsentiert, das Auswanderung und die vor 150 Jahren eingeweihte Eisenbahnverbindung zwischen Berlin, Stendal und den Nordseehäfen zu Thema hat. Am Columbusbahnhof von Bremerhaven brachen im 19. Jahrhundert Hunderttausende Menschen in die "neue Welt" auf - von ihren Schicksalen erzählten das Stück, das in sieben Güterwaggons gespielt wird.

Auf dem Spielplan des Theaters der Altmark steht zudem ein Porträt der Künstlerin Hildegard Knef (1925-2002; "Für mich soll's rote Rosen regnen"), im dem die 50-jährige Knef ihr jüngeres Ich trifft. Das Jugendstück "Selfie" der kanadischen Autorin Christine Quintana zeigt die Gefühlswelt von Jugendlichen und den Abgrund zwischen digitalen Oberflächen und echten Erfahrungen. Als Weihnachtsmärchen wird eine mit Slapstick und Sprachwitz angefüllte Fassung von "Die Bremer Stadtmusikanten" gespielt.

Quelle: dpa

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