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Sachsen Bund übernimmt Kernbrennstoffe aus Forschungsreaktor

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Dresden/Rossendorf (dpa/sn) - Die Kernbrennstoffe aus dem ehemaligen Atomforschungsreaktor in Rossendorf gehen offiziell in die Verantwortung des Bundes über. Das Bundesumweltministerium und der Freistaat haben dazu einen verbindlichen Vertrag geschlossen, wie das Wissenschaftsministerium am Freitag mitteilte. Dabei geht es um 951 abgebrannte Brennelemente in 18 Castor-Behältern. Diese befinden sich den Angaben zufolge bereits seit 2005 in einem Zwischenlager im nordrhein-westfälischen Ahaus, waren allerdings in der Verantwortung Sachsens geblieben.

Das Bundesumweltministerium ist die oberste Aufsichtsbehörde für alle Kernbrennstoffe in Deutschland. "Ich bin froh, dass nun klare Verhältnisse geschaffen werden und Rechtssicherheit hergestellt wird", so Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow. Der Vertrag beinhaltet auch eine Vereinbarung über 30 Millionen Euro, die Sachsen an den Bund für die Übernahme der Brennelemente zahlt. Mit der Vertragsunterzeichnung könnten nun alle weiteren Planungen im Umgang mit Kernbrennstoffen aus einer Hand erfolgen, hieß es.

© dpa-infocom, dpa:210924-99-347716/2

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