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Sachsen Sächsische Kirchen unterstützen Immunisierung mit Impfaktion

Impfwillige warten im Rahmen einer Impfaktion vor einer Markthalle. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

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Dresden (dpa/sn) - Mit einer einmaligen Impfaktion in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) am ersten Advent wollen Sachsens Kirchen Ärzte und mobile Teams bei der Immunisierung der Bevölkerung gegen Covid-19 unterstützen. Menschen können sich an diesem Sonntag an sechs Orten den Impfstoff von Biontech/Pfizer spritzen lassen. Dabei werden Erst-, Zweit- und Drittimpfungen verabreicht, wie das evangelische Landeskirchenamt und das Ordinariat des Bistums Dresden-Meißen am Freitag in Dresden mitteilten.

Es stehen demnach an jedem Standort etwa 250 Impfdosen zur Verfügung. Um Wartezeiten zu vermeiden, werden vor Ort Tickets vergeben; ein Teil der Termine ist über eine Online-Plattform vorab buchbar.

Die Bischöfe warben zugleich für die Impfung gegen das Corona-Virus. Damit könnten "ein lebensbedrohlicher Verlauf der Erkrankung verhindert und das Gesundheitssystem stabilisiert werden", sagte Landesbischof Tobias Bilz. "Wer sich jetzt noch zur Impfung entschließt, kann verhindern, dass wir eine heftige fünfte und sechste Welle erleben", appellierte sein katholischer Amtsbruder Heinrich Timmerevers. Das entscheidende Argument sei: "Es ist gut für dich. Es ist gut für den anderen. Und es ist gut für das Gemeinwohl."

Den Piks gibt es in der Unterkirche der Dresdner Frauenkirche, in der Nikolaikirche und der Probsteikirche in Leipzig, in der Evangelischen Grundschule Schneeberg (Erzgebirgskreis), dem Bildungsgut St. Benno in Schmochtitz (Landkreis Bautzen) und im Haus der Kathetrale - dem Dresdner Bischofssitz. Für die Aktion in der Frauenkirche müssen Termine online gebucht werden. "Es empfiehlt sich nicht, spontan ohne Termin zu erscheinen", teilte die Stiftung Frauenkirche mit.

Deren Pfarrer Markus Engelhardt hofft auf eine rege Beteiligung. "Kirche als Teil der Gesellschaft muss jetzt ein Zeichen setzen: für das Impfen, für das Leben, für den gemeinsamen Weg aus der Pandemie", begründete er die ungewöhnliche Aktion. Die "elende Zeit der Pandemie" könne "durch den solidarischen Beitrag vieler überwunden werden".

© dpa-infocom, dpa:211126-99-153214/4

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