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Thüringen Tiefensee: Rohstoffknappheit bedroht Aufschwung

Wolfgang Tiefensee (SPD) verfolgt eine Debatte im Plenarsaal des Thüringer Landtags. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Erfurt (dpa/th) - Die Knappheit an Rohstoffen wie Holz oder Elektronikbauteilen bedroht nach Auffassung von Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) immer stärken den Aufschwung nach der Corona-Pandemie. Es gebe die p radoxe Situation, dass die Auftragsbücher einer Reihe von Industrie-, Bau- und Handwerksbetrieben voll seien, sie ihre Mitarbeiter aber wegen fehlenden Materials in Kurzarbeit schicken müssten, sagte Tiefensee am Mittwoch in einer aktuellen Stunde im Landtag. Diese war von der CDU-Fraktion beantragt worden. Die Rohstoffknappheit würde im Juni erneut auf die Tagesordnung der Wirtschaftsministerkonferenz gesetzt, so Tiefensee.

CDU-Fraktionschef Mario Voigt plädierte dafür, beispielsweise die Stahl- und Kunststoffproduktion auszuweiten. "Es muss mehr Fertigung direkt in Thüringen geben." Zudem müsste eine Rohstoffstrategie erarbeitet werden. Tiefensee sagte, er rate den Thüringer Holzlieferanten, ihre Preise zu erhöhen. "Bisher verdienen nur die Sägewerke an der Knappheit."

Das Wirtschaftsministerium kündigte an, dass weitere sechs Millionen Euro in den Ausbau des Forschungsverbundes "Nachhaltiges Bauen und Ressourcenmanagement" gesteckt würden. Es gehe um Ersatzbaustoffe und Recycling. Ein Schwerpunkt liege bei Gipsersatzstoffen. Mit rund 300 Wissenschaftlern in vier Forschungseinrichtungen verfüge Thüringen über eine einmalige Forschungsdichte bei diesem Thema.

© dpa-infocom, dpa:210602-99-838510/2

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