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CO₂ einsparen mit SolarstromIst ein Balkonkraftwerk wirklich gut für die Umwelt?

11.02.2026, 08:51 Uhr
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Balkonkraftwerke liegen im Trend – aber wie grün sind die kleinen Solaranlagen? (Foto: iStock)

Balkonkraftwerke gelten vielen als doppelt sinnvoll: Sie senken die Stromkosten und entlasten das Klima. Doch wie nachhaltig sind die kleinen Solaranlagen wirklich?

Balkonkraftwerke liefern selbst erzeugten Solarstrom direkt vom Balkon oder der Terrasse. Jede Kilowattstunde, die im Haushalt verbraucht wird, ersetzt Strom aus dem öffentlichen Netz – der trotz wachsender erneuerbarer Energien weiterhin teils fossil erzeugt wird. Ein typisches System mit zwei Modulen und rund 800 Watt Leistung kommt in Deutschland meist auf etwa 600 bis 850 Kilowattstunden Jahresertrag. Bezogen auf den Strommix 2025 sind das grob rund 200 bis 290 Kilogramm CO₂-Einsparung pro Jahr.

Das entspricht, gemäß den Berechnungen des Schweizer Bundesamts für Zivilluftfahrt, in etwa der CO₂-Bilanz von zwei bis vier Flugstunden für eine Person. Oder der Menge an Kohlenstoffdioxid, die bei der Herstellung von circa 18 Kilogramm Rindfleisch anfällt (Institut für Energie- und Umweltforschung).

Kleines Kraftwerk Trio: Noch mehr Stromertrag

Gemäß den rechtlichen Maximalgrenzen dürfen Balkonkraftwerke nur bis zu 800 Watt ins Hausnetz einspeisen. Wer von der vereinfachten Anmeldung und der simplen Installation per Schuko-Stecker profitieren möchte, darf also nur eine bestimmte Menge Ökostrom auf dem Balkon erzeugen.

Wer die Erträge und damit auch die CO₂-Einsparung dennoch etwas erhöhen will, kann auf sogenanntes "Overpowering" setzen – also eine moderate Überdimensionierung der PV-Modulleistung im Verhältnis zur Wechselrichterleistung. Hier wird also einfach ein bisschen mehr Modulpower an den Wechselrichter angeschlossen. Zum Beispiel drei Module mit 1.350 Watt Peak Solarleistung an einen Wechselrichter mit 800 Watt. Das ist technisch absolut unbedenklich, ermöglicht aber, dass die erlaubten 800 Watt häufiger und länger erreicht werden, zum Beispiel bei leichter Bewölkung.

Ein dazu passendes Balkonkraftwerk ist die Variante Trio Flachdach. Hier sparen Käufer beim Anbieter Kleines Kraftwerk derzeit mehr als 350 Euro. Enthalten sind drei bifaziale Solarmodule mit zusammen 1.350 Watt samt passenden Halterungen für Garten, Terrasse oder Flachdach. Versandkosten kommen nicht zusätzlich hinzu.

  • Balkonkraftwerk-Komplettset mit 3 Modulen, Halterungen und Wechselrichter

  • 3 bifaziale Full-Black-Module mit je 450 Watt Peak

  • Statisch geprüfte Halterungen made in Germany

  • Inkl. WLAN-fähigem Hoymiles-Wechselrichter

  • Stromkabel frei wählbar (Schuko/Wieland, Länge)

  • 25 Jahre Garantie

  • Stromertrag-Überwachung simpel via App

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Kleines-Kraftwerk-Trio-Flachdach
Kleines Kraftwerk Trio Flachdach
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Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Balkonkraftwerke: Ökobilanz bei der Herstellung

Die Herstellung von Solarmodulen ist energieintensiv und benötigt Rohstoffe wie Silizium, Glas oder Aluminium. Zudem stammen die meisten Module aus China, wo der Strommix noch stark kohleabhängig ist. Trotzdem produzieren Solarmodule ein Vielfaches an Energie im Vergleich zu ihrer Herstellung. Mittlerweile liegt die energetische Amortisationszeit bei maximal einem Jahr, danach ist ihre Ökobilanz unschlagbar. Denn: Module haben in der Regel eine Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren.

Wie grün sind Solarspeicher?

Stromspeicher erweitern die Nutzungsmöglichkeiten von Solarstrom, indem sie den selbst produzierten Strom für Schlechtwetter-Phasen oder den Abend speichern. Derzeit kommen vor allem Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LiFePO4) zum Einsatz, die ohne problematische Rohstoffe wie Kobalt und Nickel auskommen und 15 bis 20 Jahre durchhalten. Obwohl die Herstellung der Speicher ressourcenintensiv ist und gerade der Lithium-Abbau in den exportierenden Ländern Umweltprobleme mit sich bringen kann, fällt auch die Ökobilanz moderner Akkus positiv aus.

Entscheidend ist hierbei eine regelmäßige Nutzung des Solarspeichers und damit einhergehend eine zur PV-Anlage optimal gewählte Speicherkapazität. Zu Balkonkraftwerken passen flexibel erweiterbare Speicherlösungen mit einer Basis-Einheit, die 1,5 bis 2,0 Kilowatttstunden (kWh) Kapazität aufweist. Ein solches Modell ist zum Beispiel der Growatt Nexa 2000, der unter anderem bei Amazon erhältlich ist.

  • Solarspeicher für Balkonkraftwerke

  • LiFePO4-Technik mit über 6.000 Ladezyklen

  • 2,0 kWh Speicherkapazität (erweiterbar bis 8,2 kWh)

  • Wechselrichter integriert, notstromfähig

  • Dank 4 MPP-Trackern mehr Ertrag von unterschiedlich ausgerichteten Modulen

  • Nulleinspeisung möglich dank Smart-Meter-Kompatibilität

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Laut wissenschaftlichen Studien verursacht die Herstellung eines Lithium-Ionen-Speichers zwischen 100 und 200 Kilogramm CO₂ pro Kilowattstunde Speicherkapazität. Wenn ein Speicher regelmäßig gut genutzt wird, sind das auf die Lebensdauer gerechnet nur 40 bis 80 Gramm CO₂ pro kWh – und damit ein Bruchteil der 350 bis 400 Gramm CO₂, die laut Umweltbundesamt pro Kilowattstunde deutschem Durchschnittsstrom anfallen.

Fazit: Gut für die Umwelt, aber ...

Ein Balkonkraftwerk ist kein grünes Wundermittel, das ohne Energie- und Ressourceneinsatz hergestellt und transportiert werden kann. Moderne Solarmodule, Wechselrichter und Speicher sind aber technisch so ausgereift, dass die Umweltbilanz ganz klar pro Balkonkraftwerk ausschlägt. Wer sich so ein Teil auf den Balkon oder in den Garten stellt, der rettet nicht die Welt im Alleingang – aber er trägt aktiv dazu bei, dass endliche Ressourcen geschont werden und weniger klimaschädliches CO₂ entsteht.

Quelle: ntv.de