Wirtschaft
Montag, 02. März 2009

Ein Steuerparadies weniger: Isle of Man ist geknackt

Im Kampf gegen Steuerflucht hat sich Deutschland mit der Isle of Man auf mehr Transparenz verständigt. Vertreter beider Seiten unterzeichneten nach Angaben des Bundesfinanzministeriums ein Abkommen für einen offeneren Informationsaustausch in Steuersachen.

"Das Abkommen bestätigt die Verpflichtung beider Parteien zu einem offenen und fairen Steuerwettbewerb", teilte das Ministerium mit. Insbesondere sollen die Standards der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zur Eindämmung des schädlichen Steuerwettbewerbs umgesetzt werden. Das Abkommen sieht unter anderem vor, dass relevante Steuerinformationen auch dann zugänglich sein müssen, wenn noch keine strafrechtlichen Ermittlungen eingeleitet sind.

Das Bundesfinanzministerium bezeichnete die Vereinbarung als einen weiteren Schritt im Kampf gegen Steueroasen und unfairen Steuerwettbewerb. Für ein wirksameres Vorgehen gegen Staaten, die sich in Steuerdingen als nicht kooperativ zeigen, hatten sich auch der Welt-Finanzgipfel im November in Washington sowie die Vorbereitungskonferenz der EU-Teilnehmer für den Folge-Gipfel Anfang April in London ausgesprochen.

Die Isle of Man galt aufgrund ihrer günstigen Besteuerung und ihres Bankgeheimnisses lange als bevorzugter Standort für steuersparende Firmengründungen. Die autonome Insel in der Irischen See ist über einen Sonderstatus mit der britischen Krone verbunden, gehört aber nicht zu Großbritannien.

Quelle: n-tv.de