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Meisterschaft + Champions League + Pokal = Triple: FC Bayern zittert sich zur Unsterblichkeit

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Das historische Triple ist perfekt, ... (Foto: REUTERS)

Das historische Triple ist perfekt, ...

Das historische Triple ist perfekt, ...

... der Titelhunger vorerst gestillt.

Der FC Bayern München hat in einer Saison der Rekorde als erste deutsche Männermannschaft ...

... nach der Meisterschaft …

… auch die Champions League …

… und nun den DFB-Pokal gewonnen.

Im letzten Spiel unter Trainer Jupp Heynckes besiegten die Münchner den VfB Stuttgart nach einer zehnminütigen Zitterpartie ...

... mit 3:2 (1:0).

Während die Stuttgarter den ersten Titel seit der Meisterschaft 2007 verpassten, ...

… krönten die Münchner vor 75.420 Zuschauern im Berliner Olympiastadion mit ihrem 16. Pokal-Erfolg eine einzigartige Saison.

Heynckes wandelte nach dem Schlusspfiff wie einst Franz Beckenbauer allein über den Rasen, …

… ehe er sich vor der Kurve von seinen Spielern in die Luft werfen ließ ...

... und die obligatorische Bierdusche kassierte.

Und dann noch eine.

Sein Präsident Uli Hoeneß schien zunächst eine Träne zu verdrücken, dann lachte er herzlich.

Um 22.12 Uhr stemmte Bayern-Kapitän Philipp Lahm im Triple-Trikot schließlich den Pokal.

Heynckes wirkte gelöst, über seine Zukunft aber wollte er sich (noch) nicht äußern: "Das mache ich am Dienstag auf einer Abschlusspressekonferenz an der Säbener Straße."

Dann will sich der von Real Madrid umworbene Coach dazu äußern, ob er seine Karriere fortsetzt …

… oder sich mit dem historischen Triple in den Ruhestand verabschiedet.

Bei den Bayern-Fans hat sich "Don" Jupp längst unsterblich gemacht.

Vor Heynckes' Münchnern hatten erst sechs europäische Mannschaften das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League bzw. Landesmeisterpokal gewonnen.

Leicht fiel den Münchnern der letzte Schritt beim Rendezvous mit der Geschichte nicht.

Außenseiter Stuttgart hielt in der ersten halben Stunde gut dagegen.

Die Bayern wankten ein wenig, rissen sich dann aber zusammen ...

... und spielten klasse.

Doch am Ende wurde es aus dem Nichts unnötig eng.

Dabei war zunächst alles nach Plan gelaufen im 19. Pokalfinale der Bayern.

Mit Ausnahme von Sturmspitze Mario Gomez (r.) und Abwehrroutinier Daniel van Buyten, der den nach Brasilien abgereisten Dante vertrat, …

… standen bei den Münchnern alle Spieler auf dem Platz, die bereits am vergangenen Samstag in London das Finale der Champions League begonnen hatten.

Diesmal war der FC Bayern von Beginn im Spiel, ohne freilich zu überzeugen.

Nach einer guten Chance durch Arjen Robben (2.), dessen Schuss von Serdar Tasci knapp neben den Pfosten abgefälscht wurde, ...

... hatte zunächst Bruno Labbadias VfB sehr gute Gelegenheiten für eine überraschende Führung.

Der VfB erstarrte keineswegs in Ehrfurcht vor dem Meister und Champions-League-Sieger.

Nach einer Hereingabe von Ibrahima Traoré kam Alexandru Maxim zum Schuss, der Ball flog am Tor vorbei (8.).

Spätestens nach dieser Chance entwickelte sich eine unterhaltsame Partie.

Stuttgart versuchte früh zu stören, ging dabei respektlos zur Sache, stürmte zudem bei jeder Gelegenheit mutig nach vorne und besaß in der 22. Minute abermals die Chance zur Führung.

Einen von Maxim in den Strafraum getretenen Freistoß lenkte Bastian Schweinsteiger aufs eigene Tor - Schlussmann Manuel Neuer reagierte gut, der Ball blieb aber gefährlich.

Als VfB-Verteidiger Georg Niedermeier das Spielgerät aus kurzer Distanz über die Linie drücken wollte, ...

... klärte Neuer erneut ...

... mit Hilfe des Pfostens.

Es war eine Phase, in der den Münchnern das Spiel ein wenig zu entgleiten drohte.

Sie hielten aber dagegen und waren prompt wieder besser im Spiel.

Zunächst klärte Torhüter Sven Ulreich gegen David Alaba (27.), ...

... dann reklamierte der FC Bayern nicht zu Unrecht einen Foulelfmeter.

Tasci hatte Robben zu Fall gebracht (31.), ohne den Ball zu spielen.

Aber erst vier Minuten später, nachdem Philipp Lahm bei einem Zweikampf mit Traoré gestürzt war, pfiff Schiedsrichter Manuel Gräfe Strafstoß.

Auch wenn Traore reklamierte: Die Entscheidung war vertretbar.

Zur Ausführung trat Thomas Müller an. Der Münchner wartete, bis Ulreich sich für die linke Ecke entschieden hatte, ...

... und verwandelte dann eiskalt.

Der zunächst unauffällige Gomez hätte beinahe schon Sekunden vor der Pause erhöht, …

… schoss nach einer eleganten Körpertäuschung aber über das Tor.

Nur wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff stand der Angreifer dann genau dort, wo ein Torjäger stehen muss.

Robben und Lahm hatten die Stuttgarter Abwehr ausgehebelt, ...

... Gomez musste bei Lahms flacher Hereingabe nur noch den Fuß hinhalten.

Nach 48 Minuten stand es 2:0, die Bayern-Fans feierten sich, ihr Triple-Team und den Trainer "Don" Jupp Heynckes.

In der 61. Minute wurde der Jubel noch lauter, erneut war der Ex-Stuttgarter Gomez der Grund.

Auf Vorarbeit von Schweinsteiger und Müller grätschte er den Ball zum dritten Münchner Treffer ins Tor der Stuttgarter.

Der VfB schien geschlagen, der Gomez-Doppelpack der entscheidende Schritt auf dem Weg zum Triple.

Direkt nach seinem zweiten Tor durfte Gomez für Bayern-Stürmer Nr. 1, Mario Mandzukic, vom Platz.

Die übrigen Münchner führten nun Kunststückchen im VfB-Strafraum auf.

Doch der VfB war nicht geschlagen, ...

... sondern kam noch einmal beeindruckend zurück.

Aus dem Nichts verkürzte Harnik in der 71. Minute per Kopf.

Kurz darauf hatte Shinji Okazaki die Großchance zum 2:3, scheiterte aber an Neuer. Dennoch war damit eine VfB-Offensive eingeleitet, der Stuttgarter Anhang wurde laut und lauter. Hoffnung keimte.

In der 78. Minute verweigerte Schiedsrichter Gräfe dem VfB einen möglichen Handelfmeter, Jerome Boateng hatte im Strafraum regelwidrig geklärt – zum Tor kamen die Schwaben dennoch.

Nach der Ecke überwand Harnik Bayern-Keeper Neuer im dritten Versuch.

2:3 nach 80 Minuten.

Plötzlich wankten die Münchner, plötzlich war die Partie wieder offen ...

... und ein echter Pokalfight. Dank Harnik.

In der vierten Minute der Nachspielzeit stieg VfB-Abwehrchef Serdar Tasci noch einmal zum Kopfball hoch, doch Neuer konnte den Ball parieren.

Mehr als den Trost von VfB-Sportdirektor Fredi Bobic verdienten sich Tasci und Co. nicht mehr. "Man kann sehr stolz sein auf die Leistung der Jungs, was sie abgeliefert haben, das war erste Sahne, sensationell", sagte Bobic.

"Wir wollten den Pokal holen, wir wussten um die Schwere der Aufgabe. Die Enttäuschung ist nun groß, das müssen wir uns auch alle zugestehen. Aber positiv ist, dass wir eine tolle Pokalsaison gespielt haben. Das ist das, wo wir mit dem VfB dauerhaft hinwollen, dafür müssen wir nun jedoch einiges verändern", sagte VfB-Coach Labbadia.

Während die Stuttgarter trauerten, ...

... feierten die Bayern und ihr Anhang den historischen Titel-Coup.

Den goldenen Pokal holten sie mit dem mittlerweile neunten Sieg im zehnten Pokal-Duell gegen den VfB Stuttgart zum ersten Mal seit 2010.

Und weitere große Momente könnten nach einem knapp vierwöchigen Urlaub in diesem Jahr noch dazukommen.

Unter dem neuen Trainer Pep Guardiola, der am 26. Juni zum Trainingsauftakt bittet, spielt der FC Bayern bis Weihnachten noch um den deutschen Supercup (am 27. in Dortmund gegen Borussia Dortmund), …

… um den europäischen Supercup (30. August in Prag gegen den FC Chelsea) sowie um den Titel bei der Klub-WM (ab 11. Dezember in Marokko).

Aber erstmal heißt es für Jupp Heynckes und seine Fußballhelden: die Bayern feiern.

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