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Winterwechsel in der Bundesliga: Schalker legen kräftig nach

 
Winterwechsel in der Bundesliga: Schalker legen kräftig nach

Er ist wieder da: Eduardo Gonsalves de Oliveira, genannt Edu. Der FC Schalke 04 hat den Brasilianer in der Winterpause von den Suwon Blue Wings aus Südkorea geholt.

Edu hat schon einmal in der Fußball-Bundesliga gespielt, erst für den VfL Bochum, und dann, Sie sehen es am Trikot, für den FSV Mainz 05.

In Bochum haben sie ihn in besonderer Erinnerung. Jener Edu trat, die Bochumer erinnern sich genau, am 30. September 2004 im Uefa-Pokalspiel gegen Standard Lüttich in der Nachspielzeit nicht gegen den Ball, sondern ein Loch in die Luft.

Lüttich erzielte den Ausgleich, der VfL war raus – und stieg am Ende der Saison ab. Da werden sie sich in Bochum gefreut haben, dass nun der FC Schalke 04 eben jenen Edu zurück in die Bundesliga geholt hat. Immerhin: Er kostet keine Ablöse.

Was Edus damaliger Trainer Peter Neururer, hier 2004 nach dem Ausgleich des Teams von Standard Lüttich, dazu sagt, wissen wir nicht. Aber wir wissen, dass sein Lieblingsverein seit jeher der FC Schalke 04 ist. Der hat in der Winterpause kräftig nachgelegt und inklusive Edu gleich fünf neue Spieler verpflichtet. Alle Wechsel der Bundesliga im Überblick:

Neu beim FC Schalke, der ja eigentlich kein Geld hat, ist auch Peer Kluge, der in der Hinrunde noch für den 1. FC Nürnberg spielte. 1,5 Millionen Euro haben die Gelsenkirchener für den Mittelfeldspieler bezahlt.

Kluge ist, so heißt es, ein Spieler, den sich Trainermanager Felix Magath sehr gewünscht hat. Jetzt hat er ihn. Das zeigt: Die Schalker, ihres Zeichens nach der Hinrunde Tabellenzweiter hinter Bayer Leverkusen, nehmen die Sache mit dem Titelkampf ernst.

Vom FC Bayern kam Alexander Baumjohann, der erst im Sommer von Mönchengladbach nach München gegangen war, sich aber dort nicht durchsetzte.

Er soll für die kreativen Impulse im Schalker Spiel sorgen. Das Zeug dazu hat er auf jeden Fall. Und mit knapp einer Million Euro ist er vergleichsweise ein Schnäppchen. Auch wenn die Schalker ja eigentlich kein Geld haben.

Neu im Kader der Gelsenkirchener ist auch der norwegische Nationalspieler Tore Reginiussen. Der 23-jährige Innenverteidiger kam ablösefrei von Tromsö IL aus Norwegens erster Liga.

Aber kennen sie Bogdan Müller? Der 21-jährige Stürmer kickte bisher für die SpVgg. Neckarelz. Der badische Verbandsligist machte vor allem dadurch auf sich aufmerksam, dass er in der ersten Runde des DFB-Pokal gegen den FC Bayern München mit 1:3 verlor. Das Tor erzielte zwar nicht Bogdan Müller, aber die Schalker wollten ihn dennoch. Er kostete ja auch keine Ablösesumme.

Neben dem FC Schalke sind es vor allem die Abstiegskandidaten der Fußball-Bundesliga, die in der Winterpause versuch haben, sich zu verstärken. Allen voran der 1. FC Nürnberg. So zeigte sich der FC Bayern großzügig und lieh den Nürnbergen ohne Geld dafür zu verlangen zwei Spieler aus: Der brasilianische Innenverteidiger Breno, ....

... hier bei seinem ersten Training in Nürnberg, und ...

... Mittelfeldakteur Andreas Ottl sollen beim Tabellenvorletzten mithelfen, den Abstieg zu verhindern. Nicht ganz ins Konzept passt da allerdings, dass Peer Kluge künftig für den FC Schalke spielt.

Das abgeschlagene Schlusslicht der Liga, Hertha BSC, setzt in der Rückrunde auf einen Griechen. Theofanis Gekas, ...

... zuletzt bei Bayer Leverkusen unter Vertrag, ...

... und für den VfL Bochum in der Saison 2006/2007 mit 20 Toren Torschützenkönig der Liga, soll in Berlin für das Wunder sorgen. Und das hieße in diesem Fall: Klassenerhalt.

Motiviert dürfte er sein. Schließlich will er im Sommer bei der Weltmeisterschaft in Südafrika für Griechenland stürmen.

Zudem neu in der Haupstadt: Innenverteidiger Roman Hubnik (FK Moskau) und Linksverteidiger Lewan Kobiaschwili, der vom FC Schalke 04 kam. Die Namen stehen auf den Trikots. Links, das ist Friedhelm Funkel. Er muss die Berliner trainieren, macht das aber, soweit wir wissen, freiwillig.

Ansonsten war in Sachen Wechsel in der Winterpause nicht allzu viel los.

Nun gut, Luca Toni spielt und jubelt nicht mehr für den FC Bayern.

Beides hat er ja in jüngster Zeit in München nicht allzu oft getan.

Deswegen an dieser Stelle ein Erinnerungsfoto: Luca Toni hat ein Tor erzielt und schraubt an seinem Ohr.

Das will der Italiener künftig für den AS Rom tun. Bayerns Präsident Uli Hoeneß jedenfalls legte ihm keine Steine in den Weg und wünschte ihm viel Glück dabei.

Sein neues Trikot hat er schon, ...

... und auch bereits ein Trainingsspiel absolviert.

Nur gejubelt hat er noch nicht.

Aber das kommt bestimmt noch. Bis dahin muss dieses Bild reichen.

Und sonst? Der VfB Stuttgart hat sich Juventus Turins Linksverteidiger Cristian Molinaro ausgeliehen. Er kam für eine Million Euro. Und sagt: "Ich freue mich auf die Bundesliga." Na dann: Viel Spaß im Abstiegskampf.

Molinaro soll in Stuttgart den Schweizer Nationalspieler Ludovic Magnin ersetzen, der in der Winterpause in seine Heimat zum FC Zürich gewechselt ist.

Aktiv war auch der SC Freiburg und hat sich die Dienste des senegalesischen Nationalstürmers Papiss Demba Cisse gesichert. Er kam vom FC Metz aus Frankreich und soll nach Angaben der französischen Sportzeitung L'Equipe eine Ablöse von 1,6 Millionen Euro kosten. Das war's.

Und so freuen wir uns auf den Rückrundenstart der Fußball-Bundesliga am 15. Januar - und mit dem FC Schalke auf Edu. In Bochum erzählen sie sich immer noch, Eduardo Gonsalves de Oliveira sei der einzige Brasilianer auf diesem Planeten, der kein Fußball spielen könne. (Text: Stefan Giannakoulis)

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