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Mittwoch, 26. Januar 2011

Der beste Eishockeyspieler der Geschichte: Wayne Gretzky - die legendäre 99 wird 50

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Wayne Gretzky, der beste Eishockey-Spieler der Geschichte und so ganz nebenbei Kanadas Nationalheld, wird 50 Jahre alt. (Foto: dpa)

Wayne Gretzky, der beste Eishockey-Spieler der Geschichte und so ganz nebenbei Kanadas Nationalheld, wird 50 Jahre alt.

Wayne Gretzky, der beste Eishockey-Spieler der Geschichte und so ganz nebenbei Kanadas Nationalheld, wird 50 Jahre alt.

Er will es selbst noch nicht glauben und nur in ganz kleinem Kreis feiern.

Als Wayne Gretzky vor ein paar Tagen seinem alten Weggefährten Mark Messier zum 50. gratulierte, dachte er mit Sorge an seinen eigenen Geburtstag.

"Ich habe meiner Frau gesagt, ich möchte nur ein Abendessen mit der Familie. Ich will nichts Verrücktes", sagte der Eishockey-Spieler nach der Überraschungsparty für seinen ehemaligen Teamkollegen in New York.

Bloß keinen Wirbel, keine große Feier, nichts Besonderes.

Vielleicht gönnt er sich eine Zigarre.

"Es ist einfach ein Tag wie jeder andere für mich", sagte Gretzky, der daheim in Los Angeles mit seiner Frau Janet, seinen fünf Kindern und seiner Schwiegermutter im ganz kleinen Kreis feiern will.

Vielleicht liegt es daran, dass The Great One selbst noch nicht so recht glauben will, dass er schon das halbe Jahrhundert vollmacht.

"Als mein Vater 50 geworden ist, habe ich gedacht, er ist alt. Aber heute denke ich: Ich werde 50 und fühle mich wie ein junger Mann", sagte Gretzky, der noch immer aussieht wie ein Mittdreißiger.

"Mir kommt es vor, als sei es erst gestern gewesen, dass ich als 17-Jähriger in mein Auto gestiegen und nach Indianapolis in mein erstes Trainingscamp gefahren bin."

Es ist länger her, viel länger. Exakt 1788 Spiele als Eishockey-Profi mit 1072 Toren und 2297 Assists. Vier Stanley-Cup-Triumphe, 39 Trophäen und Auszeichnungen, 61 NHL-Rekorde.

Was 1978 in der NHL-Konkurrenzliga WHA bei den Indianapolis Racers begann, die ihn nach nur acht Spielen aus Geldnot an die Edmonton Oilers verkauften, wurde zu einer der eindrucksvollsten Sportlerkarrieren.

Der schmächtige Junge aus Brantford, Ontario, der als Zehnjähriger erstmals landesweit als Wunderkind für Schlagzeilen sorgte, eroberte Kanadas Nationalsport im Sturm, ...

... veränderte ihn für immer, brachte ihn den Nachbarn südlich der Grenze nahe und setzte Rekordmarken, die nie ein anderer Spieler erreichen wird.

Ein ganzes Land trug Trauer, als er nach vier Stanley-Cup-Triumphen mit Edmonton ...

... am 9. August 1988 unter Tränen seinen Wechsel zu den Los Angeles Kings bekannt gab. Fernsehsender in beiden Ländern unterbrachten ihr Programm, das kanadische Parlament stoppte gar eine Sitzung. Edmontons Zeitungen erschienen tagelang mit Trauerrand.

In Los Angeles war Eishockey plötzlich in, Filmstars und andere Promis kämpften um die teuersten Plätze direkt hinter der Bande. Als Gretzky nach einem kurzen Intermezzo bei den St. Louis Blues ...

... nach New York weiterzog, wurde jedes Spiel der Rangers zur großen Show.

Sein Abschied am 18. April 1999, als Rockstar Bryan Adams zu seinen Ehren sogar die kanadische Nationalhymne umdichtete, geriet zum Spektakel.

Auch wenn ihm danach nichts annähernd Gleichwertiges mehr gelang - als Trainer scheiterte er in Phoenix ebenso wie als Klub-Mitbesitzer, als Delegationsleiter von Team Canada verbuchte er mehr Misserfolge als Erfolge.

Auch wenn er seit mehr als 20 Jahren in Los Angeles lebt, mit einer amerikanischen Schauspielerin verheiratet ist und die US-Staatsbürgerschaft besitzt - für die Kanadier ist Gretzky noch immer der Größte.

Selbstverständlich war es Kanadas Sportler des 20. Jahrhunderts, dessen legendäre Nummer 99 in der NHL nie mehr vergeben wird, der das olympische Feuer in Vancouver entzündete.

Und genauso selbstverständlich war er überall, wo er bei den Olympischen Spielen in Kanada auftauchte, die größte Attraktion.

Auch an seinem Geburtstag wird Kanada seinen Helden feiern, in den Zeitungen, im Fernsehen, im Internet.

Und der wird sich in Kalifornien an einem ganz normalen Tag freuen, "dass ich gesund bin und sehe, wie meine Kinder aufwachsen".

Was bei seiner Tochter Paulina augenscheinlich gut geklappt hat.

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