Panorama

Studie über Lebenserwartung: Amis weit abgeschlagen

Trotz enormer Ausgaben für das Gesundheitswesen liegt die Lebenserwartung in den USA amtlichen Daten zufolge niedriger als in 41 anderen Ländern. Eine höhere Lebenserwartung haben unter anderem Japan, die meisten europäischen Staaten sowie Jordanien. "Da läuft etwas falsch, wenn eines der reichsten Länder in der Welt (...) nicht mit anderen Staaten mithalten kann", sagte Christopher Murray vom Institut für gesundheitliche Daten und Evaluierung an der University of Washington.

2004 lag die Lebenserwartung in den Vereinigten Staaten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes und Daten des Nationalen Zentrums für Gesundheits-Statistik bei 77,9 Jahren. Damit belegen die USA weltweit Rang 42, elf Plätze schlechter als noch vor 20 Jahren. Andorra kommt auf 83,5 Jahre und liegt damit weltweit an der Spitze, gefolgt von Japan. Die geringste Lebenserwartung haben mit 34,1 Jahren die Menschen in Swasiland.

Als Grund für das schlechte Abschneiden der USA geben Wissenschaftler unter anderem an, dass 45 Millionen US-Bürger keine Krankenversicherung haben. Außerdem ist dem Nationalen Zentrum für Gesundheits-Statistik zufolge fast ein Drittel aller Erwachsenen fettleibig. Auch die unterschiedliche Situation von Weißen und Schwarzen trägt zu dem Ergebnis bei: Die Lebenserwartung für Schwarze liegt den Angaben zufolge nur bei 73,3 Jahren, männliche Schwarze kommen sogar nur auf 69,8 Jahre - das entspricht in etwa dem Durchschnittswert von Iran, Nicaragua und Marokko.

Quelle: n-tv.de

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